Diese Retro-Rock-Welle hört irgendwie überhaupt nicht auf. Zwar gibt es hier und dort neue (rockige) Wellen zu verzeichnen, die natürlich (auch ) die alten Sounds hervorholen, aber die typischen 70er-Rock-Sachen samt Blues und Co. sind nicht wegzubekommen. So langsam ist es keine Retor-Welle mehr, sondern eine Dauerrotation des klassischen Rock-Sounds. Zum einen natürlich cool, dass eben die Wurzeln von vor über 40 Jahren immer noch hochgehalten werden und dies eben nicht nur durch die Altrocker. Aber andererseits muss man sich auch fragen, ob es nicht langsam auch zu viel des Gutes ist?!
Nun denn, die BUFFALO SUMMER-Combo hat sich auch auf die gute Sounds des Blues-Rock mit etwas Southern-Rock dennoch konzentriert. Und, siehe da, auch bei diesen Briten passt so einiges zusammen. Zum einen der Opener "Money" weist einen in die Schranken ein, der eben etwas gedämpft den Rock ans Ohr bringt, da schon der zweite Track "Heartbreakin´ Floorshakin" ein cooles Black Crowes-Feeling rüberschiebt. Es folgen einige Songs, die sich auf der Bühne sehr gut eignen würden, um das Publikum zum mitmachen zu bewegen, wie u.a. "Make You Mine" oder das funkige "Little Charles" als auch "Light Of The Sun". Bei diesen Tracks steigt die Stimmung, man kann sich eben nicht wirklich dem entziehen; doch mit Sicherheit entfalten sie ihre Wirkung eben erst so richtig auf der Bühne. Ins ruhigere Gefilde verfallen die Waliser natürlich auch mal, aber die balladesken Momente halten sich in Grenzen, von daher zählt hier wirklich der Blues-Rock.
Nun denn, nichts wesentlich Neues und wie so oft ein ordentlicher Mix der 1970er und 1990er-Rocksounds, nicht mehr und nicht weniger. Wird an der Zeit diese Combo mal live in Aktion zu betrachten.
Fazit:
Die jungen Blues-Rock-Bands sollten eine Chance erhalten, klar - also Fans von Combos á la The Black Crowes, ZZ Top und Free sollten allemal ein Ohr riskieren