Wenn man so will, dann meldet sich die nächste "Supergroup" zurück - nach fünf Jahren Funkstille?! Vielleicht ist die Bezeichnung etwas zu hoch gegriffen, aber wenn es um guten Rock mit Progwurzeln geht, dann dürfte es für THE JELLY JAM durchaus zutreffen. Oder? Zumindest wird es einem klar, wenn man die Besetzung in Erfahrung gebracht hat: Ty Tabor (King´s X), Rod Morgenstein (Winger) & John Myung (Dream Theater).
"Profit" ist ein nämlich ein weiterer Beweis, dass hier die richtigen Leute sich zusammengefunden haben, um in der Szene mal wieder aufzumischen, auch wenn das gewisse King´s X-Feeling allgegenwärtig ist.
Hier und dort geht die Combo diesmal auch etwas ruhigere Rockgefilde an, auch wenn eben eine Menge Prog dennoch zum Vorschein kommt. Doch was hier zum Glück nicht ausgedehnt wird, ist eben die Länge der einzelnen Songs. Tolle Arrangements, gute Produktion und was ganz wichtig ist, es kommt bei den Songs keine Langeweile auf. Und dies obwohl man eben diese typischen, genre-bekannten Ideen und Umsetzungen schon sowieso kennen vermag. Und obwohl man einmal mehr mit "Porfit" durchaus Prog-Rock-Qualität bekommt, kann genau diese "typische" Herangehensweise auch ein Fluch für derartige Projekte sein. Erstens, weil man eben einige Vorreiter dieses Genres sowieso schon verinnerlicht hat und zweites, weil die hier beteiligten Musiker in ihren eigentlichen Bands vieles sowieso sehr gut umsetzen bzw. bereits umgesetzt hatten. Doch kann man diese Vermutungen nicht nur als eben Spekulationen im Raum stehen lassen, wenn doch einige der Songs dieses Konzeptalbums passen?! Sicher, dies ist kein Überfliegeralbum des Rock, aber es schafft gute Laune zu verbreiten.