Mit einer Mischung aus gutem alten Old-School-Hardcore (von dem ich bekennender Liebhaber bin) und etwas New-School-Einfluss melden sich COMEBACK KID mit "Symptoms + Cures" zurück. Und die Jungs aus Kanada fackeln nicht lang, sonder legen gleich richtig los.
Der Opener "Do Yourself a Favor", der für mich mit eines der besten Stücke der Platte darstellt, lässt dir genau 4 Sekunden Zeit, bevor er dir harte, powervolle Breakdowns und Shouts um die Ohre schlägt. Ein sehr gelungener Plattenauftakt, der durchaus Lust auf mehr macht. Das folgende "Crooked Floors" zeigt sich, zumindest was die Strophen angeht, ebenfalls als ein charakteristisches Hardcore Stück, was aber den Refrain angeht, gesellen sich deutlich punkige Elemente hinzu. Eine ähnlich aufgebaute, sehr löbliche Mixtur findet sich auch in "G.M. Vincent & I" und "Balance". Neues gibt's dann bei "Pull Back The Reins". Hier wird nämlich nicht nur kräftig gescreamt, sondern auch die melancholische Schiene gefahren. Ohrwurmgefahr droht bei "Get Alone".
Beim ersten Mal hören hat mein Hardcore Herz Freudensprünge gemacht, weil sich Comeback Kid treu bleiben und wieder wenig Metalcore Einflüsse in ihre Musik einbringen. Beim zweiten Mal waren die Sprünge plötzlich nicht mehr so hoch, aber das lag wohl daran, dass ich die Lautstärke fast auf ein Minimum drosseln musste. Mmh, ja was denn nun: Gut oder Durchschnitt? Die Platte ist Hammer, das hat mir letztlich das dritte Mal hören bewiesen!