DDP steht für "der dicke Polizist" - das ist doch mal ein netter Bandname. Genau in diese nette Kerbe haut die Band auch musikalisch. Das Quartett spielt Punkrock, der dann und wann mal einen alternativen Einschlag hat.
Als gefühlsblind würde ich diese Scheibe trotz des Titels nicht bezeichnen, denn sie deckt doch ein weites Spektrum ab. Da ist ein fröhlicher Opener, dessen Chorus auch von den SPORTFREUNDEN STILLER stammen könnte. Mit ´Raus´ und ´Trilogie´ gibt es sehr gut nach vorne gehende pogofreundliche Punksongs, während bei ´Café Central´ oder ´Desperate Übermorgen´ die melancholische Seite ausgelebt wird. Die Jungs haben in der Regel gute Hooklines und gelungene Melodien. Alles in Allem ist ´Alexithymie´ ein sehr angenehm zu hörendes Deutschpunkalbum der gemäßigteren Sorte. Die Aufmachung im Digipack ist Schmuck und der Sound, der dem Album von Uwe Sabirowsky und Tobias Konold (die auch schon mit KREATOR und BEATSTEAKS gearbeitet haben) mitgegeben wurde, passt hervorragend zur Mucke.