Während sich "People Have Demons" unaufhörlich im Player dreht, darf es erlaubt sein, die Geschichte von musikalischen Geistern zu spinnen. Die kleine Stadt Ibbenbühren ist eher unscheinbar und vielen Leute gar ein weißer Punkt auf der Musikerlandkarte.
Doch eines Tages wurde ein Proberaum frei und prompt fasste fünf junge Musiker den Entschluss sich dort einzunisten, um sich von der musikalischen Muse küssen zu lassen. Gesagt, getan. Und kaum hatte man die Klampfen, Amps und Kessel sicher zwischen den kahlen Wänden verstaut, fuhr ein kraftvoller Geist in die Jungmusiker und ehe sie sich versahen, strömten die Ideen nur so aus ihnen heraus: gradlinig, rotzig, rollig, punkig! Und nachdem man auf diese Weise in rekordverdächtiger Weise 13 Songs komponiert hatte, machte man sich daran, zu klären, wessen Proberaum man hier überhaupt übernommen hatte. Und wenn ihr die Scheibe gehört habt, wisst ihr die Antwort bereits: den Donots!
Die Geschichte stimmt zwar nicht, die Mucke klingt aber, als könnte sie wahr sein! Während ich die letzte Donots Scheibe eher etwas unspektakulär und brav fand, finden December Peals die richtige Mischung aus Straßenrock und Gymnasiasten-Punk, um sich so die besten Optionen für Endlosairplay im Studentenradio und auf FH-Parties zu sichern. Kratzig und doch angepasst. Punkig und doch massenkompatibel. Einheimisch und doch irgendwie international. "People Have Demons" gehört auf den MP3 Player eines jeden Punkrockers, der nicht davor zurückschreckt sein Sex Pistols Shirt bei New Yorker zu kaufen!
Frisch und doch wie ein alter Bekannter, so klingen December Peals!