Vielleicht ist es gar nicht das Schlechteste, Draconian einmal vorzustellen. Denn obwohl die Schweden seit 1994 schon ihre metallisches Unwesen treiben, werden die Intervalle zwischen ihren Alben immer größer. Seit „Under A Godless Veil“ (2020) sind jetzt auch schon wieder sechs Jahre vergangen, in denen sich zumindest im Hinblick auf die Bandbesetzung einiges getan hat. Das Auffälligste ist wahrscheinlich der Weggang von Sängerin Heike Langhans, die von Lisa Johansson ersetzt wurde, die eine der Positionen hinter dem Mikro schon bis 2011 innegehabt hatte.
Ihrem Stil sind Draconian zum Glück treu geblieben. Denn beeinflusst von Bands wie Paradise Lost oder My Dying Bride zelebrieren die Schweden einen intensiven, tiefgründigen von Death Metal beeinflussten Doom Metal mit deutlich wahrnehmbaren Gothic-Metal-Anteilen. Markenzeichen sind die „the-beauty-and-the-beast-mäßigen“ Wechselgesänge: Da wäre zum einen die kraftvollen und unter die Haut gehenden Stimme von Lisa Johansson und zum anderen die infernalen Growls von Anders Jacobsson. Hinzu kommt eine gehöriges Maß an düsterer Martialität und melodischer Melancholie. Für die männlichen Klargesänge in 'Anima' konnte man zudem Daniel Änghede gewinnen.
Schon der Opener 'I Welcome Thy Arrow' hat alles, was Draconian so großartig macht. Der Song bietet ein mitreißendes Wechselbad der Gefühle und changiert zwischen zarter Zerbrechlichkeit und doomiger Brachialität. Außerdem ist Lisa Johansson stimmlich in Hochform. Sehr gelungen sind auch die gefühlvollen Gitarrensoli. 'The Monochrome Blade' kommt tempomäßig und riffmäßig phasenweise deutlich brachialer daher. Herrlich! 'The Face Of God' besticht durch seine doomige Martialität, die die Wehmut und Sehnsucht auf ein neues Level hebt.
Ein herausragender Song ist auch das emotional mitreißende 'Cold Heavens'. Der Rausschmeißer 'Lethe' kommt um einiges gebremster, aber durchaus pittorek-versöhnlich. daher. Das passt natürlich zu dem Titel, denn der mythische Fluss Lethe ist ja der Fluss des Vergessens, der langsam vor sich hinfließt und alle Erinnerungen mitnimmt. Überzeugend atmosphärisch ist schließlich auch 'Misanthrope River'.
Schon der Opener 'I Welcome Thy Arrow' hat alles, was Draconian so großartig macht. Der Song bietet ein mitreißendes Wechselbad der Gefühle und changiert zwischen zarter Zerbrechlichkeit und doomiger Brachialität. Außerdem ist Lisa Johansson stimmlich in Hochform. Sehr gelungen sind auch die gefühlvollen Gitarrensoli. 'The Monochrome Blade' kommt tempomäßig und riffmäßig phasenweise deutlich brachialer daher. Herrlich! 'The Face Of God' besticht durch seine doomige Martialität, die die Wehmut und Sehnsucht auf ein neues Level hebt.
Ein herausragender Song ist auch das emotional mitreißende 'Cold Heavens'. Der Rausschmeißer 'Lethe' kommt um einiges gebremster, aber durchaus pittorek-versöhnlich. daher. Das passt natürlich zu dem Titel, denn der mythische Fluss Lethe ist ja der Fluss des Vergessens, der langsam vor sich hinfließt und alle Erinnerungen mitnimmt. Überzeugend atmosphärisch ist schließlich auch 'Misanthrope River'.
Fazit: Draconian haben mit „In Somnolent Ruin“ ein überaus gelungenes melodisches Doom Metal Album erschaffen, das gekonnt mit allen Facetten der Wehmut, Melancholie und Sehnsucht spielt, ohne auf eine gehörige Portion an düsterer, brachialer Infernalität zu verzichten. Ein Album, das mit Sicherheit am Ende des Jahres auf den Bestenlisten zu finden sein wird. Freundinnen und Freunde von Paradise Lost, My Dying Bride oder Katatonia sollten unbedingt reinhören!

