Wer sich über den vergangenen, nicht wirklich existenten Sommer immer noch tierisch aufregen kann (andere Aufreger sind natürlich auch legitim), der sollte sich zum Abreagieren unbedingt den nunmehr vierten Longplayer "Divisions and Hierarchies" von FACE DOWN HERO besorgen.
Denn die Hessen, die klassischen Bay-Area-Thrash mit allerlei modernen Spielarten des Metal würzen und dadurch ihren genuin eigenen Sound generieren, legen im Vergleich zu den Vorgängeralben noch eine Schippe Härte, Aggressivität und Tempo drauf und gehen mit einem Album an den Start, das einen beim Hören einfach weghaut. Songs wie "The Art of Silence", "Seventeen Years" oder "Integry of the Sun" bestechen durch ihre riff- und doublebasslastige Brutalität gepaart mit durchaus melodiösen (Vocal-) Partien zum Luftholen. Mit "False Hierarchies" und "Synthetic Heart" haben die vier Marburger Christian Naumann (Gitarre, Leadvocals), Sebastian Rink (Bass), Richard Müller (Gitarre) und Carsten Kachelmus (Schlagzeug) zudem zwei Meisterwerke erschaffen, die in puncto kunstvollem Arrangement, bunter Vielfaltigkeit und gitarriger Virtuosität nahezu ohne Vorbild sind.