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Fury In The Slaughterhouse - Changes

VÖ: 26. Juni 2026  •   Label  Starwatch Entertainment/Sony

Fury In The Slaughterhouse - Changes

Seit Ende April 2026 konnte ich Changes immer wieder durchhören, isoliert, in einer Playlist mit Stücken aus dem Backkatalog und Wingenfelder. Der VÖ Termin war aber noch lange hin. Wie lange noch bis Juni? Und da ist er nun. Changes hatte mit der Single Sorrowland im Mai 2025 das erste Anzeichen erhalten. Hat sich das Warten auf Album Nr. 15 gelohnt?
Ja. Absolut. Wirklich schade an Changes ist nur, dass nach 39 Minuten alle zwölf Titel durchgespielt sind. Auf der anderen Seite, egal ob in numerischer Titelfolge oder at Random, Langweile oder Übersättigung stellen sich bei (auch mehrfacher) Wiederholung überhaupt nicht ein. Sister Moon ist ein Lied, was durchgehend in sentimentaler Stimmung daherkommt, Sorrowland liefert im ersten Drittel Nachdenklichkeit, die letzten zwei Drittel sind überwiegend lebendig mitreißend. Years Of Thunder ist mit Takt und Rhythmus sowie der Mandoline in der Instrumentierung und dem Chorgesang im Refrain ein Gassenhauer, der in jedem Irish-Pub (oder großbritannisch angehauchter Kneipe) die Gäste vom Hocker erheben lässt, um lebensfroh und -bejahend mitzuschwofen und mitzugröhlen. Die restlichen Titel sind abwechselungsreiche Rocktitel, mal schneller, mal langsamer. Fast im Jahr 40 seit Bandgründung, das war 1987, überzeugen FIST mit einer Frische, die ihresgleichen sucht. Die Bandmitglieder sind definitiv im Status "Der Geist bewertet den Zaun als Da komme ich noch rüber!, der Körper sagt nein.", weder gesanglich, noch instrumental kommen Fury senil und angestaubt daher. Begleitend zur Albumveröffentlichung touren sie und sie werden mit Sicherheit von der Bühne aus der Publikum mitreißen und am Ende glücklich entlassen. Trotz schwermütiger Nuancen charakterisiert gute Laune nach allen Durchläufen Changes das Gefühl am Besten, was man bezüglich dieses Albums erinnert. Und von der kann man bekanntlich nicht genug bekommen. 

Fazit: Mit effizienter niedersächsischer Metaphorik sprechend, ist Furys Changes eine sehr gut mundende Lüttje Lage.     

 
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