
Hunter Omega – Lake of Death (EP)
In einer sich rasant entwickelnden Welt, bleiben auch Bands nicht von Veränderungen verschont. In diesem Fall führten personelle Veränderungen sowie stilistische Anpassungen dazu, dass aus HUNTER nun HUNTER OMEGA wurden. Mit „Lake of Death“ hinterlassen die Belgier nun ihre erste Visitenkarte.
Die offensichtlichste Verbindung zwischen HUNTER (die 2019 und 2023 bereits Alben veröffentlicht hatten) und HUNTER OMEGA scheint mir „Knight of the Black Rose part 3“ zu sein, mit dem die Band die Saga beendet, die einst auf dem HUNTER-Debüt begonnen wurde. Doch während der Fünfer hier stark nach epischen IRON MAIDEN (inklusive Gallopier-Part) klingt, fühlt man sich in dem eröffnenden „Ghost Of Anarchy“ und dem abschließenden „F.A.F.O.“ stark an METAL CHURCH erinnert. Vor allem im titelgebenden „Lake of Death“ gesellt sich noch eine Portion OVERKILL („Taking Over“-Ära) hinzu. Frontmann David Walgrave (ex-CRUSADER) macht seine Sache wirklich gut und weckt doch hier und da Erinnerungen an den 2021 verstorbenen METAL-CHURCH-Shouter-Mike Howe.
HUNTER OMEGA legen mit „Lake of Death” eine EP vor, die erfreulich unzeitgemäß daherkommt und eine gelungene Mischung aus starkem US-Metal und der NWoBHM liefert. Das Ganze ist neben der digitalen Version auch als CD und Vinyl erhältlich und wird neben der amtlichen Produktion auch durch ein gelungenes Artwork abgerundet.
Der Re-Launch als HUNTER OMEGA ist den Belgiern mit ihrer EP „Lake of Death“ zweifellos gelungen und wem METAL CHURCH in den letzten 20 Jahren nicht mehr bissig genug waren, OVERKILL zu sehr groovten und IRON MAIDEN einfach zu wenig wie auf der „Seventh Son“-Scheibe klingen, der sollte sich schleunigst mit HUNTER OMEGA vertraut machen. Gelungener Einstand!
