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In Flames - Clayman

VÖ: 03. Juli 2000  •   Label  Nuclear Blast Records

Ist es nicht schön, dass es auch in unserer Szene beständige Größen gibt, auf deren Stagnation man sich felsenfest verlassen kann? - Hört sich dieser Satz auch zunächst etwas negativ an, so ist er in Bezug auf In Flames keinesfalls so zu interpretieren, stagnieren die fünf Göteborger um Schreihals Anders Fridén doch auf so hohem Niveau, dass aus dem vermeintlichen Mangel eine Tugend wird. Weiterhin scheint es der Band ein Anliegen zu sein, traditionelle Metal Riffs mit aggressiven Death Metal Elementen zu vermengen und in eingängige Melodien zu verpacken. Dabei fällt auf, dass dem Quintett die elektronischen Elemente immer besser zu gefallen scheinen, räumt Hauptsongwriter Jesper Strömblad diesen Sounds doch mittlerweile verhältnismäßig viel Entfaltungsfreiraum ein. So vernimmt man die elektronischen Einschübe mal als dominante, pathetische Keyboardteppiche („Only For The Weak“) und mal als sanfte, sphärische Hintergrunduntermalung („Sattelites And Astronauts“). Passend zum rockigeren und sperrigeren Grundcharakter des neuen Materials, variiert Anders seinen Gesang diesmal zwischen düsterem Flüstern und aggressivem Keifen. - Mir fehlt an „Clayman“ lediglich die frische und folkige Nuance von „The Jester Race“, das auch heute noch mein Lieblingsalbum von In Flames ist und an dem sie sich sicherlich auch weiterhin messen lassen werden müssen. Dennoch beinhaltet „Clayman“ eine ganz Menge großartiger Melodien, fetter Riffs und cooler Vocals.