Es scheint, als sei der große Zeit der glattpolierten Hochglanzbands wie Hammerfall (bei allen Qualitäten, die die Band hat) vorüber. Immer mehr Bands, vor allem aus dem europäischen Norden, verschreiben sich zeitlosen Sounds, die auch schon 1982 aktuell waren.
Auch In Solitude aus Schweden treten mit "The World, The Flesh, The Devil" als astreine Mercyful Fate-Wiedergänger in Erscheinung. Gewürzt wird die Melange mit Einflüssen aus allem, was in der NWOBHM Rang und Namen hatte (Maiden natürlich, aber auch Tygers Of Pan Tang), sowie auch siebziger Rock/Progrock. Die Platte klingt rau, natürlich und zeitlos und kann mich sogar noch mehr überzeugen, als das ebenfalls sehr starke neue Album der Kollegen von Portrait, die stilistisch in etwa in dieselbe Kerbe hauen. Kürzere, knackige Songs wie "Serpents Are Rising" (unaufdringlicher Ohrwurm) gehen der Kapelle genauso gut von der Hand, wie ausufernde Kompositionen wie "On Burning Paths". Auf jeden Fall ein musikalisches Kleinod, dass jede Menge Hörspaß mit sich bringt!