Im letzten Jahrhundert hat man im Plattenladen die LPs und CDs durchgeblättert und sich Scheiben mit interessanten bzw. ansprechenden Artworks rausgezogen. Meist konnte man an Cover und Label bereits erkennen, welche Art von Mucke einen erwartet. Das fällt bei „Age of Legends“ von IN VIRTUE schwer.
Diese Unsicherheit ändert sich auch dann nicht, wenn man das Album mehrfach durchgehört hat. Nach dem instrumentalen Intro („It’s a bit Disney…“ gesteht Frontmann Trey Xavier) beginnt die Band mit einem Lick, das in Richtung DRAGONFORCE geht, nur um umgehend auf ein modernes US-Radio-Metal-Riff umzuschwenken. Spätestens als der Gesang einsetzt, fühlt man sich an eine Mischung aus STUCK MOJO und SEETHER erinnert, jedoch nur so lange, bis nach etwa 1,30 Minuten corige Growls einsetzen. Eine knappe Minute später lässt Basser Jamie Hush mal eben die Finger fliegen und die Band schwenkt um in ein proggiges Zwischenspiel. Da ist ganz schön was los.
Für „Karma Loop“ gab es Schützenhilfe von Charlotte Wessels, so dass man sich unweigerlich an DELIAN oder noch eher AMARANTHE erinnert fühlt. Doch auch dieser Eindruck währt nicht lange, denn „Push That Rock“ greift Country-Elemente auf und hätte auch auf einem KID ROCK meets BLACKBERRY SMOKE-Album Platz gefunden, zumal der Song nahtlos ins modern donnernde „Purgatory“ übergeht. Hier findet man die gesangliche Bandbreite von James Hetfield, über Klargesang bis hin zu Growls. Mit modernem US-Groove-Metal geht es weiter („Exposed“, „Scream“), bevor man diese DNA in „Where The Edges Meet“ vereinzelt mit Metal-Elementen kreuzt. Bei „Gunslingers…“ lässt NICKELBACK grüßen. „Thoughts In Freefall“ hingegen greift – vor allem wegen des Gesangs – stärker in die Melodic Metal Schublade, bevor es mit „The River“ eine Piano-Ballade gibt.
„Age of Legends“ ist kein schlechtes Album, mir fehlt jedoch der musikalische rote Faden. Bandkopf Trey Xavier ist offenbar ein gefeierter YouTube-Star und ebenso klingen IN VIRTUE auch: zugeschnitten auf ein amerikanisches Mainstream-Publikum und zeitgenössische Streaming-Hörgewohnheiten.
Das ist hier alles handwerklich gut gemacht, die Jungs wissen mit ihren Instrumenten umzugehen, doch letztlich fehlt „Age of Legends“ das Zeug dazu, IN VIRTUE in die Liga der lebenden (und toten) Metal-Legenden zu katapultieren. Stattdessen droht das Album eher in die musikalische Beliebigkeit abzudriften.
Diese Unsicherheit ändert sich auch dann nicht, wenn man das Album mehrfach durchgehört hat. Nach dem instrumentalen Intro („It’s a bit Disney…“ gesteht Frontmann Trey Xavier) beginnt die Band mit einem Lick, das in Richtung DRAGONFORCE geht, nur um umgehend auf ein modernes US-Radio-Metal-Riff umzuschwenken. Spätestens als der Gesang einsetzt, fühlt man sich an eine Mischung aus STUCK MOJO und SEETHER erinnert, jedoch nur so lange, bis nach etwa 1,30 Minuten corige Growls einsetzen. Eine knappe Minute später lässt Basser Jamie Hush mal eben die Finger fliegen und die Band schwenkt um in ein proggiges Zwischenspiel. Da ist ganz schön was los.
Für „Karma Loop“ gab es Schützenhilfe von Charlotte Wessels, so dass man sich unweigerlich an DELIAN oder noch eher AMARANTHE erinnert fühlt. Doch auch dieser Eindruck währt nicht lange, denn „Push That Rock“ greift Country-Elemente auf und hätte auch auf einem KID ROCK meets BLACKBERRY SMOKE-Album Platz gefunden, zumal der Song nahtlos ins modern donnernde „Purgatory“ übergeht. Hier findet man die gesangliche Bandbreite von James Hetfield, über Klargesang bis hin zu Growls. Mit modernem US-Groove-Metal geht es weiter („Exposed“, „Scream“), bevor man diese DNA in „Where The Edges Meet“ vereinzelt mit Metal-Elementen kreuzt. Bei „Gunslingers…“ lässt NICKELBACK grüßen. „Thoughts In Freefall“ hingegen greift – vor allem wegen des Gesangs – stärker in die Melodic Metal Schublade, bevor es mit „The River“ eine Piano-Ballade gibt.
„Age of Legends“ ist kein schlechtes Album, mir fehlt jedoch der musikalische rote Faden. Bandkopf Trey Xavier ist offenbar ein gefeierter YouTube-Star und ebenso klingen IN VIRTUE auch: zugeschnitten auf ein amerikanisches Mainstream-Publikum und zeitgenössische Streaming-Hörgewohnheiten.
Das ist hier alles handwerklich gut gemacht, die Jungs wissen mit ihren Instrumenten umzugehen, doch letztlich fehlt „Age of Legends“ das Zeug dazu, IN VIRTUE in die Liga der lebenden (und toten) Metal-Legenden zu katapultieren. Stattdessen droht das Album eher in die musikalische Beliebigkeit abzudriften.