Nachdem die Metal-Echsen zuletzt im Schloss von Osiris Osbourne nach den Wurzeln des Heavy Metal forschten, ist es nun an der Zeit, ihre Erkenntnisse in musikalischer Form den Fans vorzustellen. Klar, dass das Album schlicht „Metal“ heißen muss.
Die finnischen Songwriter haben offenbar ordentlich Energy-Drinks konsumiert, denn „Metal“ enthält einige echte Double Bass Kracher („Metal um die Welt“, „Heavy-Hubschrauber“). Doch der Großteil der 14 Songs besteht natürlich mal wieder aus eingängigen Groovern, die mal klassischer („Rob, die Robbe“), mal moderner („Muffis Bass-Magie“) ausfallen, aber auch stilistische Überraschungen bereithalten. So kommt in „Kokosnuss-Banjo“ natürlich das Banjo zum Einsatz, „Irosaurus“ besticht mit irischen Melodien und im bockstarken „Kuhglocke, Go!“ wird die gute, alte Kuhglocke ausgegraben.
Wie in der Vergangenheit beweisen HEAVYSAURUS natürlich auch auf „Metal“ ein ausgesprochenes Händchen für eingängige Melodien („Saurierbus“, „Kuhglocke, Go!“, „Unkka Dunkka“, „Pattaja Hai“), die sich schnell im Ohr festsetzen und nicht nur für Kinder Suchtpotential entwickeln.
Dass man trotz Auftritten beim WACKEN oder SUMMER BREEZE nach wie vor vor allem die jüngsten Metalheads im Blick hat, zeigt sich an der Produktion. Die ist zwar gut, aber im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen doch etwas zahmer, so dass die Double Bass oder die teilweise kernigen Riffs nicht ihr eigentliches Potential entwickeln. Insofern hinken Vergleiche zu Melodic Power Metal Bands wie GAMMY RAY, HELLOWEEN, BATTLE BEAST & Co. etwas, auch wenn es stilistisch durchaus Überschneidungen gibt.
HEAVYSAURUS sind und bleiben einzigartig. Das liegt zum einen daran, dass mir keine weitere Franchise-Band bekannt ist (denn das Songwriting sowie die Aufnahmen werden nach wie vor in Finnland erledigt). Zum anderen kenne ich keine Band, die so ununterbrochen auf Tour ist. Und natürlich bleiben auch die Songs einzigartig. Was für erwachsene Metalheads möglicherweise unattraktiv wirken mag, zündet bei meinem Sohn von der ersten Sekunde: eingängige Melodien und deutsche Lyrics zum Mitsingen mit hohem Identifikationspotential.
Mit „Metal“ knüpfen HEAVYSAURUS dort an, wo sie mit „Pommesgabel“ aufgehört haben, so dass die 14 neuen Songs wieder absolut zielgruppenkompatibel sind und man dennoch nicht auf spielerische Qualität verzichten muss.
Shows in unserer Nähe:
01.03.2026 – Hildesheim, KUFA
02.05.2026 – Hannover, Kulturzentrum Pavillon (ZUSATZSHOW)
02.05.2026 – Hannover, Kulturzentrum Pavillon
17.05.2026 – Hardenberg, Keilertage