Ich war ja echt überrascht beim ersten Durchhören des Debüalbums von Lost Eden. Nicht vom sehr geilen Sound, sondern eher von dem Herkunftsland Lost Edens. Japan, ein Land bei dem ich nur ein geistiges Vakuum in meinem Kopf habe, wenn ich an Musik denke.
Okay, Bands wie In Flames werden dort wie Popstars verehrt und mit Kuscheltieren und Unterwäsche beworfen, aber als musikalischen Output fällt mir nur die Band Dir En Grey ein (welche musikalisch überhaupt nichts mit Lost Eden zu tun haben). In Flames und die großen Größen des Götheburg Metals müssen auch die musikalischen Paten von Lost Eden gewesen sein. "Cycle Repeats" hätte auch glatt aus Schweden kommen können und kann qualitativ durchaus an dem Thron der Großen rütteln.
Nach dem Intro geht dann auch das hoch melodische Geknüppel los. Das musikalische Arrangement ist den vier Jungs und dem Mädel wirklich traumhaft gelungen. Kleine Elektronikeinlagen sind noch das Sahnehäupchen auf dem Erdbeereis. "Time Damages Me" zeigt besonders eindrucksvoll, was die Musiker aus dem Land des ewigen Lächelns zu bieten haben. Ein Album das ich nur wärmstens Empfehlen kann und auf jeden Fall sollte man diese Truppe im Auge behalten. Starke 13 Punkte!