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Malokarpatan - Krupinské ohne

VÖ: 20. März 2020   •   Label  Invictus Productions
Autor Bild
von Eric Ossowski
25. März 2020

Während Polen im zeitgenössischen Black Metal eine fast schon dominante Rolle einnimmt und auch viele andere ehemalige Ostblockstaaten eine stattliche Menge bekannter Bands vorweisen können, läuft die Slowakei scheinbar immer etwas unter dem Radar. Außer den Punkrockern Konflikt fällt mir spontan jedenfalls keine weitere Band aus dem Land des Eishockeyweltmeisters von 2002 an.

Außer natürlich MALOKARPATAN, die mit "Nordkarpatenland" einen Achtungserfolg erzielen konnten und zumindest Eingeweihten mittlerweile ein Begriff sein dürften. Eins vorweg: "Krupinské ohne" ist sicherlich nichts für jedermann. Eine gewisse Faszination für Abseitiges sollte schon vorhanden sein, um die neue Scheibe der Slowaken goutieren zu können.

Das liegt zu einen daran, dass sich die Band konsequent zwischen alle Stühle setzt. Black Metal, Heavy Metal, Folk, Rock'n'Roll - man macht vor (beinahe) nichts Halt, inklusive nicht herkömmlicher Klänge von Flöten, Glockenspiel und OhOhOh-Chören. Am ehesten dürften die kultigen Master's Hammer aus Tschechien wohl als Brüder im Geiste genannt werden.

Zwei Kritkpunkte habe ich aber auch: Die teilweise zu langen Songs könnten gerne etwas mehr auf den Punkt kommen. Und leider wird auch die rohe Live-Energie trotz eines nicht glatten Sounds nicht optimal eingefangen haben.

Trotzdem ist schön, wenn eine Band nichts auf Konventionen gibt, sondern einfach mal locker ohne jegliches kommerzielles Kalkül drauflosmusiziert. Wem also eine gewisse Kauzigkeit nichts ausmacht, der sollte "Krupinské ohne" mal anchecken.

 
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