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Massacre - Back From Beyond

VÖ: 21. März 2014   •   Label  Century Media

Mit der ´Condemned To Shadows´ Single im letzten Jahr haben MASSACRE klar gemacht, dass sie nicht nur wieder live dabei sind, sondern auch im Studio am Comeback arbeiten. Acht Monate nach der EP schieben die Pioniere des Florida Death Metals nun das Langeisen nach.

Der Titel und das Artwork machen klar, dass sich die Band auf ihr legendäres ´From Beyond´ Debüt bezieht. Wenn das so offensichtlich gemacht wird, muss man natürlich damit leben, dass die Platten verglichen werden. Und wie nicht anders zu erwarten zieht das neue Album im Vergleich mit dem Überhammer den Kürzeren.
Zum Glück kehrt die Band nach dem missratenen ´Promise´Album wieder zu ihren Wurzeln zurück. Natürlich ist die Platte wesentlich fetter als das Debüt produziert, auch die Aufnahmetechnik hat sich in den letzten 22 Jahren weiterentwickelt. Mir ist der Sound etwas zu fett und perfekt geworden. Ich mag das etwas knarzige an From Beyond. Die Platte ist insgesamt perfekter gehalten. So spielt Drummer Mikey Mazzonetto straighter als Bill Andrews es getan hat, aber das hat auch den Charme der Platte ausgemacht.
Songwriterisch gibt es Death Metal der alten Schule, der sich gar nicht mit den technischen Platten der Gegenwart messen und auch keine Geschwindigkeitsrekorde aufstellen will. Solide wird im Midtempo geholzt und die Songstrukturen bleiben übersichtlich. Einige Tracks lang macht das auch Spaß, aber ´Back From Beyond´verliert mit zunehmender Spielzeit an Faszination und nutzt sich aufgrund der Eintönigkeit ab. Eine solche Platte lebt von der Atmosphäre und die baut ´Back From Beyond´zu wenig auf.
Den Fans gegenüber ist es auch merkwürdig, dass sich beide Songs der Single auch auf dem Album wiederfinden. Wenn die Leute den recht happigen Preis für die 7 Inch berappt haben, sollten sie doch auch etwas Exklusives erhalten.

´Back From Beyond´wird sicher keinen Fan des Florida Death Metals enttäuschen, aber wohl auch nicht begeistern. Ich empfehle auf jeden Fall zuerst das Debüt anzuschaffen, das hat insbesondere in Sachen Spirit wesentlich mehr zu bieten und mit Tracks wie ´Chamber Of Ages´ auch Songs
die richtig herausstechen.

 
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