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Master - Among the Seeds of Death

VÖ: 16. Oktober 2026  •   Label  Hammerheart, Hammerheart Records

Master - Among the Seeds of Death

Die Saat des Todes geht wieder auf. Altmeister MASTER liefern Scheibe Nummer 16 ohne Schnörkel!

Trends kommen und gehen, MASTER bleiben! Wenn es eine Band gibt, die das Wort Anachronismus fast schon als Ehrentitel tragen darf, dann ist es das Baby von Bassist und Sänger Paul Speckmann. Die Wurzeln der Truppe reichen bis ins Jahr 1983 zurück, und seitdem hat sich der gebürtige Chicagoer, der längst im tschechischen Uherské Hradiště zu Hause ist, von keiner Mode der Szene aus der Ruhe bringen lassen. Sein Gebräu aus Death Metal und rüdem Thrash mit ordentlich Punk im Blut hat Ende der Achtziger mitgeholfen, ein ganzes Genre aus der Taufe zu heben. Mal klang das besser, mal weniger, mal war es konstanter, mal eben nicht. Aber Speckmann hat sich nie nach dem Geschmack der Allgemeinheit gerichtet, sondern höchstens nach dem der Fans.

Mit seinem neuesten Streich „Among the Seeds of Death“ legt die Band nun ihr sechzehntes Studioalbum vor und setzt damit konsequent die Linie fort, die mit dem 2024 erschienenen Vorgänger „Saints Dispelled“ eindrucksvoll bestätigt wurde. Ok – diese Linie hatte er ja auch schon auf den Alben davor („Vindictive Miscreant“, 2018 und „Epiphany Of Hate“, 2016) eingeschlagen. Wenn man ehrlich ist, sind die Änderungen im Songaufbau bei der Mukke vom Paule generell meist nur marginal, was nicht heißen soll, dass sich die Songs zu stark ähneln. Unterschiede lassen sich deutlich in der Instrumentendichte und im Songwriting erkennen. „Among the Seeds of Death“ bietet sicherlich keine Neuerfindung des Genres, sondern die konsequente Fortschreibung und Perfektionierung dessen, was diese Band seit über vierzig Jahren auszeichnet: schwerfällige, leicht schleppende Riffs, die sich mit treibendem Thrash-Tempo abwechseln, dazu Speckmanns unverkennbar krächzender, punkig-roher Gesang. Und gerade hier liegt die Begründung, warum Album Numero 16 wieder ein Leckerbissen für alle Old-School-Freaks da draußen ist. Es scheint, dass Mr. Speckmann und seine Mitreiter über die langen Jahrzehnte des Musizierens immer mehr zu einer perfekten Einheit zusammengewachsen sind. Schließlich bearbeitet Alex „93“ Nejezchleba bereits seit 2003 (mit Unterbrechung in den Coronajahren) den Sechssaiter. Die 9 Songs mit einer Spielzeit von ca. 41 Minuten wüten, schleppen und grooven perfekt auf den Punkt, als gäbe es kein Morgen. Dazu kommt eine zeitgemäße, satte und druckvollen Produktion, die aber dennoch den Old-School-Charakter nicht aus den Augen lässt. Als Anspieltipps sind sicherlich der Titeltrack, als auch der doomig beginnende, sich dann aber zum waschechten Speckmann-Groover entwickelnde Song „Dust’s Arrival“ zu nennen.

Auch das Artwork passt wie immer ideal zur Stimmung des Albums. Es stammt erneut von Richard Schouten, der bereits für Bands wie Pentagram, Acrostichon, Napalm Death und Wolves in the Throne Room gearbeitet hat.

Somit werden eingefleischte Anhänger an der neuen Scheibe ohnehin kaum etwas auszusetzen haben. Vielleicht lässt sich ja mit dieser Platte sogar der eine oder andere neue Jünger des Meisters gewinnen. Denn Meister bleibt eben Meister, und wer die Saat des Todes einmal im Ohr hat, wird sie so schnell nicht wieder los.

Wer zudem gern etwas fürs Regal hat, bekommt die LP mit einem A2-Poster und die CD in einem edlen Slipcase. Live sind MASTER ohnehin eine Bank. Im November 2026 geht es sogar als direkter Support mit NAPALM DEATH auf große Europatour.

Grooviger Speckmann-Punk’n’Death at its purest!

 

Master - Among the Seeds of Death (Official Album Stream) 2026