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Megadeth - United Abominations

VÖ: 06. Mai 2007   •   Label  Roadrunner

Zwei Jahre dauerte das "Ende" von Megadeth, die als eine der frühen Bay Area Bands den Thrash Metal bedeutend mitgeprägt hatten. 2004 meldete sich Rotschopf Dave Mustain mit neuem Album zurück und ging anschließend auf Tour.


Jetzt steht mit "United Abominations" das nächste Album in den Läden und man durfte zurecht gespannt sein. Trademarks älterer Alben wie "So far, So Good... so what?" war vor allem der rauhe Sound und Mustains schräg-kratzige Stimme. Doch bereits auf den kommerziell erfolgreichen Scheiben "Countdown To Extinction" und "Youthanasia" setzten sich vermehrt Melodien durch. Daher ist es wenig überraschend, dass "United Abominations" verhältnismäßig zahm und soundtechnisch glattpoliert klingt: der Melodie wurde hier gegenüber dem rohen Thrash Metal etwas der Vorzug gegeben.
Dennoch kann das Album gefallen: "Sleepwalker" ist ein gefälliger und eingängiger Opener und der Titeltrack entwickelt sich schnell zu Ohrwurm. Mit "A Tout Le Monde (Set me Free)" soll offensichtlich an alte Erfolge angeknüpft werden. Auch wenn dem Thrash Metal Monster musikalisch vielleicht der Zahn etwas gezogen wurde, so sind Texte wieder einmal hochpolitisch: "Washington Is Next", "Gears Of War" oder auch "Amerikhastan".
Megadeth präsentieren sich 2007 als gereift, die Wut der Jugendjahre wurde hinter sich gelassen, doch dafür verbreitet das Album den Eindruck, dass Mustain genau wusste, was er wollte. Nicht Megadeth' härteste Scheibe, da die Ecken und Kanten fehlen, aber ein gelungenes Album mit vielen eingängigen Melodien, Hinhörern und einprägsamen Songs.

 
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