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MØL - Dreamcrush

VÖ: 30. Januar 2026   •   Label  Nuclear Blast Records
MØL. EIne Motte aus Dänemark. EIn bisschen Insektenterminologie gab es letztes duch die Band Danefae, die sozusagen das Synonym Natsværmer als ein SOn. Diese Motte hat sich sehr kurzfristig breitgemacht, aber sie stellte sich nicht als Schädling heraus, sondern als Überraschung. "Is wiar a Traum", würde man in Weißwurstanien dazu sagen mit dem Wort Dream aus dem Albumtitel im Sinn. Traumzerstörer wäre das letzte, was ich zum Album schreiben würde. 
MØL lief ein paar Tage vor VÖ in der Redaktion auf. Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht, sagt das alte Sprichwort. So kurz vor VÖ? Nö! Gelöscht hatte ich die Mail - Gott sei Dank - aber nicht. Warum, weiß ich nicht. In der Vorbereitung der bevorstehenden Rezensionen, die ich übernehmen wollte, tauchte diese dänische Motte vor meinen Augen auf. Ach, eine dänische Band. Hm, warum nicht, vor einem Jahr waren die Landsleute Danefae dran. Passt ja. Man muss auch mal neugierig sein. Kommen Danefae aus Dänemarks größter Stadt im Norden (und viertgrößter landesweit), nämlich Aalborg, sind MØL aus Aarhus, 120 Kilomenter südlich Aalborgs, und landesweit die zweitgrößte urbane Ansammlung. Ab 2014 veröffentlichten sie ein paar EP, 2018 debütierten sie albumtechnisch, das zweite Album erschien 2021 bei Nuclear Blast Records. Dreamcrush ist nun Album #3. Als ich mir, ohne mir über den Stil im Klaren zu sein, den ersten Höreindruck erlaubte, war ich gelinde gesagt sehr über die Mische überrascht. Black/Death Metal taugliche Vocals und irgendwie lieblich schwebende Musik. Hier und da mal ein paar klare Gesangspassagen. Durchaus im Arragement einem Devin Townsend nicht unähnlich. Black Metal meets Shoegaze sagt die Recherche über den Stil der Band. Ist der Shoegaze der Niederländer Marathon sehr indirockig geprägt, ist bei MØL eine metallische Prägung festzuhalten. Bemerkenswert finde ich, dass die mitunter musikalische Zärtlichkeit, keine Angst, musikalisch geht es auch zur Sache, nicht durch die Schärfe des Black Metal Gesangsstils als zwei Fremdkörper wahrgenommen werden können, sondern als funktionierende Symbiose. 
Zwei Dinge sorgen für negative Kritik, davon eine mit marginalem Punkteverlust. Ohne Einfluss ist, dass ein Schwerzkeks die Datei-Liednummerformatierung der *.mp3 nicht gem. Tracklist (und Dateinamen) durchgeführt hat. Absolutes Chaos. Lediglich Track 5, Garland, hatte nicht nur im Dateinamen die 5, sondern auch in der Metainfo der Datei. Mit Einfluss ist der Mix: Das Schlagzeug, besonders die Snare, hat mir zuviel Hall abbekommen und ploppt merklich zu hohl, ferner ist abschnittsweise die Frequenzaufteilung nicht gegeben und es matscht warnehmbar, was noch verstärkt wird durch das Hall-schwangere Schlagzeug. Überragend sind die Songs trotzdem, hymnisch. 

Fazit: Diese dänische Motte hat sich nicht als Traumzerstörer herausgestellt, sondern MØLs Dreamcrush ist eine richtige Überraschung. Diese Motte wurde gefangen, um die pfleglich zu behandeln. MØL werde ich zukünftig auch weiter gerne hören!
MØL - CRUSH
 
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