Mittlerweile werden Nachtmystium für ihren Ansatz, Black Metal in alle Richtungen auszureizen, allerortens gefeiert. Waren die letzten Alben der "Black Meddle"-Reihe eher Ausflüge in psychedelische Sphären, gibt es auf "The Silencing Machine" wieder etwas mehr von der groben Keule.
Das heißt bei Nachtmystium natürlich noch lange nicht, dass man sich auf einmal dem orthodoxen Geschrote verschrieben hat. Nach wie vor wird das Tempo variiert und genrefremde Einflüsse geschickt in den Sound eingebaut. Hört euch zum Beispiel mal die an klassischen Heavy Metal erinnernden Leads in "I Wait In Hell" an. Bei "Reduced To Ashes" verbindet man einen stumpfen Beat mit industrial-mäßigen Vocals und betörenden Melodien. Insgesamt jedoch ist die neue Platte schon härter ausgefallen als die direkten Vorgänger. Kurz gesagt, Nachtmystium können (fast) alles: eingängige, harte Songs mit vielen unterschiedlichen Einflüssen schreiben und dabei alle gängigen Klischees umgehen. Und dafür gebührt der Band wieder einmal großes Lob!