Eine solide Metalscheibe aus Frankreich! Diese Tatsache allein ist schon irgendwie bemerkenswert. Durchstöbert man den Blätterwald mal nach Anmerkungen zum neuesten Werk der Veteranen, so findet man erstaunlich viele kritische Meinungen.
Ich verstehe es nicht ganz, da sich die Herren bis ins letzte Detail an das Rezeptbuch für gutklassigen Power Metal gehalten haben. Jag Panzer, Nevermore, Vicious Rumors - was sollen diese Bands haben, das Nightmare nicht haben? Ich versteh es nicht ganz.
Zwar stimme ich zu, dass "Insurrection" kein Meisterwerk im Sinne von sich aneinanderreihenden Hits geworden ist, aber welche Band dieses Genres leistet das schon? Mit Songs wie "Decameron" liefern Nightmare durchaus eingägige Songs ab und dabei verzichten sie nicht auf ein rassiges Riffing, welches z.T. an die erste Grip Inc. Scheibe erinnert. Zudem kann mich Sänger Jo Amore durchaus überzeugen, da er einerseits in schwindelnde Höhen gelangt, ohne mit der Stimme zu wackeln, andererseits aber auch kratzige Melodien gut rüberbringt.
Nach 30 Jahren im Geschäft liefern Nightmare kein neu erfundenes Rad ab, aber doch durchaus eine Scheibe, die es ohne Probleme mit Power Metal Legenden aus den U.S. und auch mit deutschen Vertretern wie etwa Brainstorm aufnehmen kann.