Das Info schreibt, dass REANIMA eine Mischung aus Hardcore und Death Metal spielen. Jetzt vermeiden schon die Promoter das Wort Deathcore. Nennt das Kind doch beim Namen. Das Info sagt natürlich auch, dass REANIMA mit dieser Platte die Messlatte in Sachen Kompromisslosigkeit und Brutalität nochmals höher legen. Das gilt aber maximal für die eigenen Veröffentlichungen. Die Höhen, die Bands schon vor Jahren gelegt haben, reißen die Jungs deutlich.
Sicher beherrschen die Wiener ihre Instrumente und haben den Tracks einen fetten Sound mitgegeben, aber leider nach Schema F komponiert. Die vielen Breaks, die vor Jahren noch etwas Besonderes waren, locken zumindest mich nicht mehr hinter dem Ofen hervor. Auch nach mehreren Durchläufen bleibt bei mir kein Song hängen. Angus Young hat recht, wenn er sagt, dass es schwerer ist ein Riff zu schreiben, das einen ganzen Song trägt, als zig Parts aneinander zu reihen. Das musikalische Potential ist da. Wenn REANIMA songdienlicher zu Werke gehen, kann das was werden.