Die Tatsache allein, dass Maiden-Frontjungfrau Dickinson das Debütalbum der Iren 2009 für das Beste hielt, was seit langem aus Irland gekommen sei, ist ja noch nicht so aussagekräftig, da Irland ja nicht gerade zu den Top-Adressen für harte Musik gehört.
Doch SANDSTONE haben Gott sei Dank noch überzeugendere Argumente als nur einen guten Leumund einer alternden Metallegende: drei ansprechende Alben. Mit "Delta Viridian" setzt der Fünfer die eigene Geschichte in beeindruckender Weise fort. Keine Kompromisse, kein Schnick-Schnack und keine Zugeständnisse an irgendwelche Trends. Album No. 3 bietet abermals lupenreinen Prog Melodic Metal, der sich irgendwo zwischen FATES WARNING, THE QUIET ROOM und SYMPHORCE bewegt. Zwar schreckt man auch vor vertrackten Songs nicht zurück, doch es bleibt immer genug Raum für gute Melodien und metallische Härte, so dass das Album auch vom gemeinen Metalvolk ohne Doktorwürde problemlos nachvollzogen werden kann. Den Höhepunkt hat man sich, meiner Meinung nach, bis zum Ende aufgehoben. Das fast 10minütige "Vitruvian Man" hat wirklich Ohrwurmpassagen, fasziniert aber auch durch vertrackte Prog-Elemente und Rhythmuswechsel.
Mit "Delta Viridian" bauen SANDSTONE den Fans von Melodic Metal und überzeugten Prog-Jüngern eine sichere Brücke, um beide Lager zufriedenzustellen. Und am besten ist, dass diese Brücke nicht nur nach pragmatischen Gesichtspunkten gebaut wurde, sondern auch noch architektonisch ansprechend ist.