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Soulbound - sYn

VÖ: 16. Januar 2026   •   Label  NoCut

„Nicht genug Metal“, ist eine Sünde!

Was sich wie eine Kampfansage gegen alle UnTRVEN anhört, entpuppt sich als nicht ganz ernst gemeintes Statement an alle potentiellen Hater da draußen. Intelligent auf den Punkt gebracht, nimmt die aktuelle Single „Not Metal Enough“ des Melodic-Industrial-Dark-Wave-Hybrides SOULBOUND den besagten Kritikern schon mal den sprichwörtlichen Wind aus den Segeln.

Mit „sYn“ haben SOULBOUND definitiv ihr bisher kompromisslosestes Werk veröffentlicht. Es ist bombastisch und zerstörend, emotional und persönlich zugleich. Abwechselung wird gleichermaßen großgeschrieben, wie die Fähigkeit festsitzende Ohrwürmer zu erschaffen. Das Quintett um Sänger und Mastermind Johannes „Johnny“ Stecker ist es erneut geglückt, nochmal eine Steigerung im Vergleich zum starken 2024er Vorgänger „Obsydian“ zu realisieren. Man hat ja schon ahnen können, dass da was Großen über uns hereinrollt, aber dass es so gewaltig werden wird und mal eben die deutschen Albumcharts durcheinanderwirbelt, ist schon ein beachtliches Prädikat für eine Band, die noch lange nicht auf dem Höhepunkt ihres Erfolges sind.

Aber lasst uns ein wenig genauer auf „sYn“ eingehen: ein durchdachtes rundes Hitfeuerwerk der Superlative! Jeder Track auf „sYn“ zeichnet sich überwiegend durch einen intelligenten, modernen und energiegeladen Songaufbau aus, dessen eingängige Refrains und Hooks noch lange im Ohr nachklingen. Das vierte Studioalbum der 2009 in Bielefeld gegründeten Melodic-Industrial-Metal-Band ist zwar etwas düster, als der Vorgänger ausgefallen, was aber den Suchtfaktor in keinster Weise schmälert. Im Gegenteil. Das von der Band komplett in Eigenregie aufgenommene und produzierte Album fängt mit „Abaddon“ noch ruhig an, zeigt aber bereits mit der Bedeutung des Intros, wo die Reise hingeht - völlige Hingabe in den nächsten 39 Minuten!

Nach verzerrten Synthesizerklängen bricht nun der erwartete Sturm mit dem sündigen Titeltrack „sYn“ los. Überhaupt zieht sich das Thema „Sünde“ wie ein roter Faden durchs gesamte Werk. Begleitet von sirenenartigen Effekten legt Sänger Johnny mit seinem an eine Mischung aus Alien Jourgensen von Ministry und Till Lindemann erinnernden Sprechgesagt los, nur durchbrochen durch einen von der Klangfarbe des Gesanges her an In Flames erinnern unsterblichen Refrains. Was für ein Auftakt!

Kurz und punktgenau geht es mit gleicher Geschwindigkeit und dem Nachfolgetrack „No Kings For Me“ weiter, der erneut mit einem Ohrwurm-Refrain brilliert. Dann ist plötzlich der Wahnsinn in Johannes Stimme (der sowohl den Klargesang, als auch das Shouting perfekt beherrscht), bevor der Refrain wieder einsetzt - ein wohlklingender Bastard aus Linkin Park und In Flames. Großartig! Im Anschluss folgt mit „Cutting Diamonds“ ein kleiner Ausflug in Dark Wave Gefilden, was SOULBOUND ebenfalls gut zu Gesicht steht. Überhaupt ist die Bandbreite von Melodic Rock und Metal über Industrial bis hin zum Dark Wave überraschend groß und wohl gewählt. SOULBOUND auf nur eine Schublade zu reduzieren, wäre definitiv zu einfach. Neben dem durchdachten und modernen Songwriting sind auch die Lyrics intelligent und zum Nachdenken gestaltet, was sich bereits in den coolen Wortspielchen der einzelnen Titel offenbart (z.B.: „sYnfluencer“, „sYnners Crown”). Eine Verschnaufpause gibt es mit dem vermeintlich ruhigeren Song „Dark Throne“ - anfangs nur mit einem Piano begleitet, werden auch hier Erinnerungen an Linking Park wach. Es folgen weitere Hochkaräter, wie „Neon Battlefield” oder „Sacred Skin“ bevor dann der selbstironische Smash-Hit „Not Metal Enough“ für langanhaltenden Hörgenuss sorgt. Nach dem, an die glorreichen 80er-Zeiten erinnernden wavelastigen Track „sYnners Crown” folgt schließlich der Rausschmeißer: als Bonustrack haben sich die Jungs einen Coversong ausgesucht, der mich anfangs sehr stark an eine weltbekannte US-amerikanische Pop-Sängerin aus den späten 90ern erinnerte.  Als ob ich es gewusst hatte, ist „If U Seek Amy“ in der Tat im Originalem von Britney Spears. Auch diese unerwartete Abwechslung steht dem Album ideal zu Gesicht und reiht sich gut ins Gesamtbild der Nordrhein-Westfalener Industrial-Rocker ein.

Zusammenfassend lässt sich das Werk als kurzweilige, perfekt auf den Punkt gebrachte Ohrwurmansammlung beschreiben. SOULBOUND verstehen es einfach gekonnt großartiges Breitbildkino amerikanischer Prägung zu fabrizieren, und haben mittlerweile verdient ihre Passion und ihre ganz eigene Nische gefunden.

Erhältlich ist das Album übrigens auch in einer Box mit einem passenden Holz-Thron, der auf dem Cover von "sYn" basiert und zu dem es auch eine  interessante Geschichte gibt. Was als kleine Fan-Idee in einer Kreativ-Werkstatt begann, ist dank der Begeisterung der Bandmitglieder jetzt integraler Bestandteil der besagten limitierten Fan-Box.

Warum ich nicht die Höchstnote ziehe? Weil auf „sYn“ trotz hoher Hitdichte, intelligenten Songarrangements noch Luft nach oben ist. Daher freue ich mich auch schon auf Album Nummer 5 und anschließend breit grinsende Gesichter der einzelnen Musiker, wenn bei facebook/Instagram wieder ein Bild der aktuellen Albumcharts gepostet wird.

Sicher ist nämlich jetzt schon, dass SOULBOUND auf auch dem Fünten Werk definitiv nicht zu wenig Metal sein werden. Denn nicht genug Metal, ist ja bekanntlich eine Sünde!

Am 26.03.2026 startet übrigens die sYn Tour durch 12 Städte in Deutschland und der Schweiz:

26.03. DE Hamburg – Knust
27.03. DE Hannover – Musikzentrum
28.03. DE Köln – Luxor
10.04. DE Leipzig – Hellraiser
11.04. DE Berlin – Hole44
17.04. DE München, Backstage Halle
18.04. DE Stuttgart - Im Wizemann
24.04. DE Bremen  - Tower
25.04. DE Wuppertal – LCB
30.04. DE Saarbrücken – Garage
01.05. CH Münchenstein – Rockfact
02.05. DE Frankfurt - Das Bett

Soulbound - Not Metal Enough (Official Video)
 
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