Was bleibt von einer Jugend voll großer Zukunftspläne und Träume? Richtig: Bestenfalls bleibt die Musik. Eine Geliebte, denen sogar Männer unermüdlich zuhören können. SPELLWITCH zaubern mit "Witching Hour" zwar erst ihr Debüt aus dem Hut, schicken den Hörer aber dennoch direkt zurück in die 80er und 90er Jahre.
Zugegeben, damals zierten leichtbekleidete Damen oder fellbesetzte Muskelprotze auf Kampfrössern die Covers, doch im 21. Jahrhundert wollen auch die seit damals gealterten Katzenladys einen Kaufanreiz bekommen. Musikalisch tut das Katzencover dem Album jedoch keinen Abbruch. Das finnische Duo Kimo Perämäki und Ossi Raiski haben mit "Witching Hour" eine geniale Hommage an den melodischen Heavy Metal veröffentlicht und auf wunderbare Weise Einflüsse von IRON MAIDEN, HELLOWEEN und FIFTH ANGEL mit jüngeren Bands der Marke BLOODBOUND oder CIRCLE II CIRCLE verbunden. Schon der Opener "Wreth of Fire" lässt das Melodic Metal Herz kleine Sprünge veranstalten. "Across The Universe" ist ein echter Melodie-Ohrwurm, der sofort hängen bleibt. Mit "Night Sky (Take Me Under)" wird es auch mal etwas progressiver im Sinne rockiger QUEENSRYCHE Nummern.
SPELLWITCH liefern mit "Witching Hour" ein ganz bezauberndes Melodic Metal Album ab, das einen mit einer Mischung aus Melancholie und Freude in die eigene Jugend zurückbefördert. Good times!
The Witching Hour by SPELLWITCH