Manchmal lohnt es sich doch, das Promo-Sheet der Plattenfirma zu lesen. Ich war bisher immer der festen Überzeugung, RIOT wären Australier - habe da wohl den Titel "Fire Down Under" etwas überassoziiert…
Die Amerikaner RIOT, mittlerweile mit dem römischen Zusatz V versehen (steht für die fünfte Phase der Band), haben mittlerweile keine Gründungsmitglieder mehr an Bord. Ihrem Ziel, mit "Thundersteel" einem Klassiker der Bandgeschichte nach 30 Jahren Ehre zu erbieten, kommen sie mit "Armor Of Light" aber trotzdem sehr nahe. Jetzt könnte man natürlich einwenden: Wer braucht ein Album, das so auch 1988 schon erscheinen hätte können? Antwort: Qualitätsbewusste Speed-Metaller, die eben nicht nur im Gestern leben (gell, Thorsten?). Zwar ist die Machart der Songs gleich geblieben und es wird auf flinke Leads, Melodien und viel Doublebass gesetzt. Jedoch ist die Produktion vollkommen up to date, ohne dabei klinisch zu wirken. Außerdem sprechen die Qualitäten in Sachen Songwriting der Band absolut für sich. Anspieltipps: Das rockige "Burn The Daylight" oder das hymnische Titelstück - besser bekommen das beispielsweise Gamma Ray auch nicht hin.
Nun ist "Armor Of Light" sicher nicht der ganz heiße Scheiß geworden - dazu fehlt es dann doch ein wenig an neuen Ideen. Aber ein tolles Heavy Metal Album, das beim Hören viel Spaß macht, ist RIOT V in jedem Fall gelungen.