Na endlich mal wieder eine Grindcorescheibe, die zu überzeugen weiß. Den Anfang macht eine Rückkopplung, die an alte Eye Hate God Zeiten erinnert, doch schnell wird klar, dass Suppository wesentlich flinker zu Werke gehen.
Es gibt alles, was das Lärmherz begehrt: Blastbeats, Midtempoparts, die alles platt machen und dann und wann mal "langsame" fette Grooves. Die Holländer setzten auch dann und wann ein paar Samples ein, dosieren diese aber so geschickt, dass sie nie nervig werden. Gelungen sind auch die Vocals, die zwischen hysterischem Gekreische und supertiefen Growls hin und her schwenken. 18 Songs in einer knappen halben Stunde, die kaum Wünsche offen lassen. Eine Band dieser Qualität hat es auch nicht nötig die Gore Klischees zu bedienen, was ein weiterer Pluspunkt von Punching Out Reality ist. Hier handelt es sich wohl um das einzige Zäpfchen, das man sich durch den Gehörgang einführen sollte, dieser wird garantiert amtlich durchgepustet.