Dann und wann dauert es etwas, bis ein Album den Weg in unser Heft findet. Aber gerade bei unbekannteren Bands ist das kein Grund, die Platte nicht noch mit Verzögerung zu besprechen, insbesondere wenn sie so ein kleines Juwel ist wie der zweite Output von Throneaeon.
Die Schweden spielen Death Metal, der ihre Herkunft nicht erahnen lässt. Die Gitarren sind nicht in den Keller gestimmt, wie es sonst oft der Fall ist. Die Scheibe klingt eher nach alten Morbid Angel zu Zeiten von ´Altars Of Madness´ und ´Blessed Are The Sick´. Es gibt in Grunde straighten Death Metal, der immer wieder durch einige Raffinessen, insbesondere von der Klampfe, verfeinert wird. In der Regel sind die Songs wie das sehr gelungene ´Oblivion´ in Midtempo Bereich gehalten. Bei ´To Forever Be´ hat Drummer Matte (was ein Vorname für einen Metaller!) Modin, der auch bei Defleshed und Dark Funeral trommelt, dann Mitleid mit seinen Fellen und schont sie während des doomig düsteren Songs. Die Vier schaffen es im Gegensatz zum Großteil der Konkurrenz eine intensive Atmosphäre zu schaffen und prügeln die Songs nicht einfach nach dem Schema schneller und extremer durch. Eine sehr gelungene Death Metal Platte, die sich jeder Fan des Genres mal zu Gemüte führen sollte. Was ich allerdings nicht verstehe ist, dass sich die Jungs nach der Veröffentlichung in Godhate umbenannt haben, hoffentlich bekommen das alle Fans mit, die man sich mit dieser Veröffentlichung erspielt hat. Zu hoffen wär´s - nicht zuletzt für die Fans.