Wollte man es negativ ausdrücken, könnte man behaupten, dass der Markt momentan mit Progressive-Metal Veröffentlichungen geradezu überschwemmt wird. Positiv hingegen ist, dass progressive Sounds eigentlich immer ganz gut kommen und es auf allen Platten dieser Coleur eine Menge zu entdecken gibt.
So auch auf der dritten Veröffentlichung aus dem Hause Suspyre, "When Time Fades…" betitelt. Angenehm fällt erst einmal auf, dass Sänger Clay Barton trotz der filigranen Musik über eine kraftvolle Stimme verfügt, die er jederzeit variabel einzusetzen weiß. Die Musik kombiniert die verschiedensten Einflüsse von Power Metal, über Symphonic Metal bis hin zu progressiven und auch jazzigen Anklängen. Mit den jazz-mäßigen Saxophonklängen kann ich zwar gar nichts anfangen (ich gebe zu: ich mag absolut keinen Jazz), aber andere Hörer werden dies gerade reizvoll finden. Leider versucht die Band hier und da, etwas zuviel Abwechslung in jeden Song zu packen, was das Ganze hier und da schwer nachvollziehbar macht. Lässt man sich jedoch auf die Platte ein, wird man sowohl mit schönen Melodien und gelungenen Refrains auf der einen, sowie großem musikalischen Talent auf der anderen Seite belohnt.