Zum Hauptinhalt springen

The Cruel Intentions – All Hail Hypocrisy

VÖ: 29. Mai 2026  •   Label  Indie Recordings
The New Wave Of Swedish Sleaze ist mittlerweile wieder ziemlich abgeebbt. Doch mit der schwedisch-norwegischen Kooperation von THE CRUEL INTENTIONS gibt es nun nochmal einen kleinen Nachschlag.

Während einst Bands wie SISTER, DANGER, HOLLYWOOD BURNOUTS, BABYLON BOMBS, PANZER PRINCESS, VAINS OF JENNA, SISTER SIN und natürlich CRASH DIET die schmutzige Seite des Sunset Boulevards mit neuem Leben erfüllten, haben sich anno 2026 längst neue Trends und Retro-Wellen breitgemacht. Hart rockende Haarspray-Jünger wie RECKLESS LOVE, DYNAZTY oder HARDCORE SUPERSTARS haben sich in andere Richtungen entwickelt und der anrüchige Stil der 80er-Jahre-Ikonen wie FASTER PUSSYCAT, L. A. GUNS oder zum Teil auch GUNS N ROSES ist zum Nischen-Lifestyle geworden.
THE CRUEL INTENTIONS leben diesen Stil jedoch voll aus und liefern seit nunmehr 10 Jahren immer wieder frisches Futter für die SLEAZE-Gemeinde. Mit „All Hail Hypocrisy“ legen die Nordmänner ihr mittlerweile drittes Album vor. Das eröffnende „Beating In My Chest“ darf wohl als Hommage an diesen Lifestyle verstanden werden, holt musikalisch aber auch Fans von SISTER SIN ab. Eine wahre Sleaze-Hymne liefern THE CRUEL INTENTIONS mit dem titelgebenden „All Hail Hypocrisy“ ab, welches aus der Feder von Sänger Lizzy DeVine und Produzent Erik Mårtensson (u. a. ECLIPSE, W.E.T.) stammt. Hier leben die 80er Jahre nochmal so richtig auf. Die für Sleaze Metal typische Portion punkigen Dreck gibt es in schnellen Nummern wie „Pseudo Genius“ oder „Cashed Out“. Wer es etwas gediegener mag, der wird in „Living Out Of Line“ fündig. Gleichermaßen schlicht wie eingängig ist die Lagerfeuer-Ballade „Wasteland“, die neben dem Titelsong zu den Höhepunkten des Albums gehört.
THE CRUEL INTENTIONS sind definitiv retro, aber sie sind auch ziemlich gut in dem, was sie machen. Mit „All Hail Hypocrisy“ sowie „Wasteland“ haben sie zwei Songs auf ihrem dritten Album, welche ohne Zweifel das Zeug zu Szene-Evergreens haben. Flankiert werden diese Songs von neun weiteren lupenreinen Sleaze-Rockern, die den Spagat zwischen 80er-Jahren und 21. Jahrhundert gelungen und ohne Schmerzen im Genitalbereich hinbekommen.
Crank it up!
The Cruel Intentions - All Hail Hypocrisy (Official Music Video)