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The Quill – Master of the Skies

VÖ: 08. Mai 2026  •   Label  Metalville
Britischer geht es nicht: Das Artwork greift IRON MAIDENs „Aces High“-Motiv auf, Frontmann Magnus Ekwall schickt sich mehr denn je an, in die Fußstapfen von OZZY zu treten und musikalisch erinnert man an die mächtigen CATHEDRAL. Komisch nur, dass THE QUILL aus Schweden kommen…

Mit dem titelgebenden Opener liefert das Quartett wohl einen der stärksten Songs seiner Karriere ab. Zu Recht hat man den Song in die Pole-Position gestellt und zudem zum Titel des mittlerweile achten Albums der Stoner Metaller erhoben. Schon der Vorgänger „Wheel of Illusion“ hatte mich positiv überrascht, nachdem ich die Band über Jahre mit Ignoranz gestraft hatte. Doch auf „Master of Skies“ ist es gelungen, den knarrigen Stoner-Sound noch einmal zu straffen, so dass die gesamte Produktion klarer, differenzierter und auch metallischer klingt als je zuvor. Auf diese Weise wurde Ekwall weiter in den Vordergrund gestellt und kann sich so deutlich besser präsentieren als auf dem Vorgänger oder gar auf „In Triumph“, wo er im Stoner-Matsch unterzugehen drohte. Fast scheint es, dass THE QUILL das Ableben von OZZY und das Ende von BLACK SABBATH zum Anlass genommen haben, ihren eigenen Still so nachzujustieren, dass man stellenweise als Ersatzdroge für die Urgesteine aus Birmingham aufgelegt werden kann.
Während Songs wie „Mastodon“ oder „Now You Are Gone“ streckenweise in psychedelischen Gefilden wildern, sind „Light Turns Low“, „If Tomorrow Never Comes” oder das schleppende „It’s Over“ perfekte Kost für alle Fans von CATHEDRAL und BLACK SABBATH. „Dark City“ versprüht gar einen gewissen Hardrock-Vibe, während „You Can Not Kill My Soul“ oder das ruhige „Son Of Light“ eher den 70er-Jahre Rocksounds huldigen.
THE QUILL zeigen sich auf „Master Of The Skies“ gewohnt facettenreich. Jedoch sorgt die aufgeräumte Produktion dafür, dass die Songs – wo nötig – deutlich druckvoller und prononcierter rüberkommen, als dies in der Vergangenheit teilweise der Fall war. Frontmann Magnus Ekwall zeigt hier erstmals so richtig was in ihm steckt.
„Master Of The Skies“ ist für mich definitiv das bislang beste THE QUILL-Album, welches nicht nur für Stoner-Fans empfehlenswert ist, sondern vor allem für Freunde des schweren 70er-BLACK SABBATH-Sounds.
THE QUILL - Light Turn Low (OFFICIAL MUSIC VIDEO)
THE QUILL - You Can Not Kill My Soul (OFFCIAL MUSIC VIDEO)