Eigentlich war die letzte Messe gelesen, nachdem der Kirchenvorstand nach „Congregation of Annihilation“ auseinandergegangen war. Doch der Metal-Gott hatte andere Pläne und so begab es sich, dass Kurdt Vanderhoof das Demo eines gewissen Brian Allen zugespielt bekam…
Die Aufnahmen alter METAL CHURCH-Klassiker überzeugten den Bandboss dermaßen, dass er spontan zum Defibrillator griff und die Band wiederbelebte. Unterstützung gibt es von echten Profis: David Ellefson (ex-Megadeth), Ken Mary (u. a. FLOTSAM AND JETSAM, FIFTH ANGEL) sowie METAL CHURCH-Gitarrist Rick Van Zandt.
Aber lohnt sich der ganze Aufwand auch? Vorweg kann man zwei Dinge schon mal festhalten: 1. Das Artwork ist genauso bescheuert wie die der meisten bisherigen METAL CHURCH-Veröffentlichungen. 2. Wenn das Album floppt, dann liegt es dieses Mal nicht am Sound. Der ist nämlich absolut zeitgemäß und überzeugend.
Musikalisch zeigen sich METAL CHURCH variantenreich. Während ein Song wie „Feet To The Fire” eher schleppend und melodiös daherkommt, erinnert das titelgebende „Dead To Rights“ eher an die Kollegen von EXODUS als an Power Metal. Auf jeden Fall ein Anspieltipp. Spätestens bei „Heaven Knows“ weiß aber jeder Hörer, dass man es mit METAL CHURCH zu tun hat.
Insgesamt zeigen sich METAL CHURCH auf „Dead To Rights“ angriffslustig und aggressiv. Von Altersmilde und drohender Arthritis in den Fingern ist nichts zu spüren.
METAL CHURCH liefern ein starkes Power Metal Album ab, welches eher vom Thrash Metal beeinflusst wurde als vom Hardrock.

