Ur-Britisch, melancholischer Metal/Rock führte die Jungs aus West Yorkshire schon Ende der Neunziger Jahre in die Arme von Hammy und Peaceville. 2002 sorgte man in der Szene mit dem Zweitling "In Therapy..." für ein kleines Ausrufezeichen. Das Album ging jedoch damals in der Flut der Veröffentlichungen unter.
Zwölf Jahre später wagt man nun mit einen Neuanfang.
Die melancholische Grundstimmung ist glücklicherweise erhalten geblieben, darüber hinaus bewegt man sich voll auf der Höhe der Zeit. "The Dead City Blueprint" ist moderner, melancholischer Alternative Rock mit schwelgerischen Prog-Einflüssen, irgendwo zwischen den übergroßen Vorbildern wie ANATHEMA, KATATONIA oder auch KLIMT 1916.
Aus dem Schatten ihrer Landsleute insbesondere aber der Kollegen aus Schweden werden sie zwar mit dem aktuellen Album nicht heraustreten, fehlen THINE einfach Hits der Marke "Feel" oder "Running" vom Vorgänger-Album, was dazu führt, dass das Werk mit zunehmender Spielzeit mal mehr, mal weniger vor sich hin zu plätschern beginnt, weil es den Stücken in der Breite ganz einfach etwas an Tiefgang und Qualätät fehlt.
Aber ein solides und dabei sehr lebendiges und abwechslungsreiches Album ist "The Dead City Blueprint" allemal.