Ohne über besonders große Expertise zu verfügen, würde ich behaupten, dass Polen neben den skandinavischen Ländern über die fruchtbarste Black Metal Szene verfügt und neben den etablierten Galionsfiguren wie BEHEMOTH auch immer wieder neue Knospen treibt. UDRĘKA sind ein Beispiel dafür.
Das Artwork wirkt mit seiner schlichten Interpretation einer Skulptur des Artemis Tempels eher unaufdringlich, fast unauffällig. Ein szenetypisches Logo fehlt ebenfalls. Die Polen, die sich erst 2022 gegründet und 2023 eine erste EP veröffentlicht haben, wollen also offenbar durch ihre Musik Akzente setzen und punkten. Ob die Truppe, die, mit Ausnahme von Drummer Desolator, musikalisch bislang unbeschriebene Blätter zu sein scheint, in ihren Songs von Luft und Liebe oder doch eher von satanischen Riten singt, lässt sich für den normalen Mitteleuropäer nicht auf Anhieb erkennen, denn UDRĘKA singen auf Polnisch. Sollte nun ausgerechnet das rasende „Zniszczyć Zbudować Powtórzyć” als Lieblingssong auserkoren werden, wünsche ich schon mal viel Spaß beim Fachgespräch mit den Kumpels am Tresen. Musikalisch lassen die Polen verschiedene Einflüsse in ihre Musik einfließen, so dass wir es nicht mit einer typischen Black Metal Produktion zu tun haben. Vielmehr werden die Grundzutaten fröhlich mit Akzenten aus dem Death Metal sowie dem Hardcore oder Crust versehen. Das Ergebnis ist ein meist recht eingängiges, aber doch brutales Gemisch. Songs wie „Do bólu” oder das titelgebende “Nieistnienie” können durchaus überzeugen. Ihre stärksten Momente hat die Band aber dann, wenn sie das Tempo drosselt, wie im gelungenen „Rozkład“, welches im Deutschen sowohl „Fahrplan“ als auch „Zersetzung“ bedeuten kann. Möglicherweise also ein Song über die Zersetzungserscheinungen bei der Deutschen Bahn. Mit ihrem Debüt „Nieistnienie“ liefern die Polen UDRĘKA für ausgewiesene Szenegänger sicherlich keinen Meilenstein ab.
Für Gelegenheits-Black-Metaller wie mich, stach das Album dennoch aus der Masse der täglich in meinem Postfach eintrudelnden Schwarzmetall-Veröffentlichungen heraus. UDRĘKA finden eine gute Balance aus verschiedenen Einflüssen, die sie in aggressive Songs gießen.
Das Artwork wirkt mit seiner schlichten Interpretation einer Skulptur des Artemis Tempels eher unaufdringlich, fast unauffällig. Ein szenetypisches Logo fehlt ebenfalls. Die Polen, die sich erst 2022 gegründet und 2023 eine erste EP veröffentlicht haben, wollen also offenbar durch ihre Musik Akzente setzen und punkten. Ob die Truppe, die, mit Ausnahme von Drummer Desolator, musikalisch bislang unbeschriebene Blätter zu sein scheint, in ihren Songs von Luft und Liebe oder doch eher von satanischen Riten singt, lässt sich für den normalen Mitteleuropäer nicht auf Anhieb erkennen, denn UDRĘKA singen auf Polnisch. Sollte nun ausgerechnet das rasende „Zniszczyć Zbudować Powtórzyć” als Lieblingssong auserkoren werden, wünsche ich schon mal viel Spaß beim Fachgespräch mit den Kumpels am Tresen. Musikalisch lassen die Polen verschiedene Einflüsse in ihre Musik einfließen, so dass wir es nicht mit einer typischen Black Metal Produktion zu tun haben. Vielmehr werden die Grundzutaten fröhlich mit Akzenten aus dem Death Metal sowie dem Hardcore oder Crust versehen. Das Ergebnis ist ein meist recht eingängiges, aber doch brutales Gemisch. Songs wie „Do bólu” oder das titelgebende “Nieistnienie” können durchaus überzeugen. Ihre stärksten Momente hat die Band aber dann, wenn sie das Tempo drosselt, wie im gelungenen „Rozkład“, welches im Deutschen sowohl „Fahrplan“ als auch „Zersetzung“ bedeuten kann. Möglicherweise also ein Song über die Zersetzungserscheinungen bei der Deutschen Bahn. Mit ihrem Debüt „Nieistnienie“ liefern die Polen UDRĘKA für ausgewiesene Szenegänger sicherlich keinen Meilenstein ab.
Für Gelegenheits-Black-Metaller wie mich, stach das Album dennoch aus der Masse der täglich in meinem Postfach eintrudelnden Schwarzmetall-Veröffentlichungen heraus. UDRĘKA finden eine gute Balance aus verschiedenen Einflüssen, die sie in aggressive Songs gießen.