Wege trennen sich – Wege kreuzen sich wieder: Während Jonas Joyner seinen Eltern eröffnet, dass er sich für einen längeren Auslandsaufenthalt nach England begeben wird, hat Praktikant Ash seinen Jugendfreund Gary wiedergetroffen. Dieser führt Ash durch das Maritime Museum, wo er den Posten eines Nachtwächters übernommen hat. Ein Job, der sich als nicht ganz so einfach herausstellt und die 3 Senioren auf den Plan ruft.
Irgendetwas tut sich im Maritime Museum, welches auf einem alten Schiff untergebracht ist und momentan eine Ausstellung über Seeungeheuer zeigt. Doch ein unheimliches Wesen mit drei Gesichtern gehört wohl nicht zu den Exponaten. Weshalb interessiert sich der nächtliche Besucher für ein bestimmtes Buch? Und wie weit ist er bereit zu gehen, um ans Ziel zu kommen?
Die 3 Senioren legen sich auf die Lauer, um „Dreigesicht“ auf die Spur zu kommen. Und schon bald fällt der Strom aus und „Dreigesicht“ kehrt ins Museum zurück, um sich das Buch zu besorgen. Zur gleichen Zeit recherchieren Ash und Doreen, um die Hintergründe des Buches aus der Feder des verstorbenen Schriftstellers Sonny Wheeler zu erhellen. Die Spur führt schließlich zurück bis ins alte Griechenland. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und den 3 Senioren bleibt keine Zeit mehr, wenn sie „Dreigesicht“ zur Strecke bringen wollen. Denn dieser ist bereit, über Leichen zu gehen…
Ash Benton und sein Kumpel Gary Daily, die von Patrick Kropp und Marco Eßer ganz zauberhaft intoniert werden, machen „Das Gesicht des Todes“ für mich besonders. Das Duo aus den beiden schreckhaften Jugendlichen sorgt für beste Unterhaltung. Hinzu kommen die schrulligen Detektive Julian Parks und Camryn Joyner sowie die ausgleichende Doreen Manheim, die wie immer auch dafür sorgen muss, dass sich ihre Kollegen nicht an die Gurgel gehen. Das Setting im Museum ist einfach wundervoll und man fühlt sich unvermittelt mitten in den dunklen Gängen des Maritime Museums. Die gruselige Lache von „Dreigesicht“ passt einfach perfekt.
In „Das Gesicht des Todes“ müssen die 3 Senioren einen verworrenen Fall entwirren und dabei nicht nur gegen einen skrupellosen Gegner antreten, sondern auch das Rennen gegen die Zeit gewinnen. Tom Steinbrecher gelingt es zudem immer mehr, mit seinen musikalischen Zwischenspielen an den großen Carsten Bohn heranzureichen – nachzuhören übrigens auf „Die Originalmusik Vol. 2“. Das macht Spaß und baut eine Brücke zwischen Nostalgie und Neuem.
Story, Dramaturgie und Umsetzung machen „Das Gesicht des Todes“ zu einem weiteren rundum gelungenen Hörspielabenteuer mit hohem Wohlfühlfaktor, welches längst aus dem Schatten der Vorbilder herausgetreten ist. Das merkt man spätestens dann, wenn man morgens in der Dusche die Titelmelodie der Die 3 Senioren pfeift.