
Albert Castiglia - Grits & Glory
VÖ: 31. Juli 2026 • Label Gulf Coast Records, Proper/Bertus
Albert Castiglia - Grits & Glory
Wenn sich ein 1969 in New York geborener Mensch mit kubanisch-italienischer Abstammung nach Miami aufmacht, von der Musik Eric Claptons, B. B. Kings und Muddy Waters beseelt wird, 2002 mit einem Album debütiert, dann beinahe im Zweijahresrhythmus Alben veröffentlichte und nun sein aktuelles Album in den ehrwürdigen Räumen des Abbey Road Studios in London aufnahm. In dem von ihm genutzten Studio Three entstanden der Beatles' The White Album, Pink Floyds Darks Side Of The Moon und Wish You Were Here. Auch das Klavier eines gewissen Sir Paul McCartney steht im Raum. Der Rezipient fragt sich: Und wie hört sich dann wohl das Resultat an?
Albert Castiglia ist für mich bis dato ein Unbekannter gewesen, weder als Gitarrist, noch als Sänger auf dem Radarschirm gekommen. Ich hatte mir aus den Ankündigungen der Labels/Promoagenturen, die im Posteingang waren ein paar aufgrund unterschiedlicher Faktoren auf Vorrat gelegt, weil sie mir durch Künstler/Interpret, Genre oder Sonstwas gewisses Interesse abrungen. Bei Albert Castiglia war es einfach das Cover mit dem mutmaßlichen Künstler vor Big Ben mit Blick Richtung Osten. Dann folgte die engere Auswahl, was ist schon längst veröffentlicht, was steht bevor? Ich hörte kurz in das Album rein. Warum nicht!, war der Entschluss.
Hört man irgendwelchen typischen Vibe aus London? Nö. Hört es sich irgendwie britisch oder englisch an? Nö. Amerikanisch? Auch nicht. Beatles oder Pink Floyd Einflüsse nehme ich nicht wahr. Halt. Außer manch für mich zu lange Gitarrenrumdudelei. David Gilmour dudelt bloß nicht. Besonders die Instrumentale Sack The Juggler und Afro Blue turnen mich diesbezüglich massiv ab. Sack The Juggler hat zwar Groove, aber das Drübersolieren langweilt mich, da hätte ich mir ein klassisches Gesangsstück gewünscht mit Fills und allenfalls einem kurzen Gitarrensolo. Und Afro Blue ist gar nicht meine Welt. Beim Dreieinhalbminüter Don't Burn Down The Bridge ist mir der Raum für das Gitarrensolieren auch zu groß.
Der Bandsound/Mix begeistert mich, mir gefällt auch die Stimme Albert Castiglias, die elf Lieder haben alle ihren Charme (bis auf die bisweilen zu ausgedehnten Gitarrensoli). Mein Anspieltipp ist Uncertainty.
Fazit: Lieber spät als nie. Eine persönliche Neuentdeckung. Albert Castiglias Album Grits & Glory sollte der/die Blues(rock)-affine Musikfreund/-in ruhig mal das ein oder andere Ohr zur Verfügung stellen.
Hört man irgendwelchen typischen Vibe aus London? Nö. Hört es sich irgendwie britisch oder englisch an? Nö. Amerikanisch? Auch nicht. Beatles oder Pink Floyd Einflüsse nehme ich nicht wahr. Halt. Außer manch für mich zu lange Gitarrenrumdudelei. David Gilmour dudelt bloß nicht. Besonders die Instrumentale Sack The Juggler und Afro Blue turnen mich diesbezüglich massiv ab. Sack The Juggler hat zwar Groove, aber das Drübersolieren langweilt mich, da hätte ich mir ein klassisches Gesangsstück gewünscht mit Fills und allenfalls einem kurzen Gitarrensolo. Und Afro Blue ist gar nicht meine Welt. Beim Dreieinhalbminüter Don't Burn Down The Bridge ist mir der Raum für das Gitarrensolieren auch zu groß.
Der Bandsound/Mix begeistert mich, mir gefällt auch die Stimme Albert Castiglias, die elf Lieder haben alle ihren Charme (bis auf die bisweilen zu ausgedehnten Gitarrensoli). Mein Anspieltipp ist Uncertainty.
Fazit: Lieber spät als nie. Eine persönliche Neuentdeckung. Albert Castiglias Album Grits & Glory sollte der/die Blues(rock)-affine Musikfreund/-in ruhig mal das ein oder andere Ohr zur Verfügung stellen.
