Anvil muss man einfach lieben: Wenn Lips in der Band-Doku "Anvil-Die Geschichte einer Freundschaft" zwischen liebenswerter Naivität und grenzenlosem Kampfgeist hin- und herpendelt, zerreißt es selbst hart gesottenen Metallern das Herz. Mit "Juggernaut Of Justice" lassen die Kanadier schon die 14.
Alliteration auf die Metalgemeinde los und gehen diesmal ungeheuer abwechslungsreich zu Werke. Neben typischem Anvil-Stoff mit Thrash-Einflüssen wie dem Titeltrack gibt es auch eingängige Nummern wie "On Fire" oder "Turn It Up", das fast schon in Richtung Melodic Metal geht. "Paranormal" erinnert von der musikalischen Ausrichtung fast schon an Candlemass, während das abschließende Instrumental "Swing Thing" seinen Namen alle Ehre macht und beschwingt mit Bläsern zu überzeugen weiß. In diesem Stil könnte man auch den Titelsong des nächsten Bond-Streifens stellen. Da es aber im heutigen Musikbusiness nur sehr selten Gerechtigkeit gibt, werden Anvil weiterhin Musik für eine Minderheit von Liebhabern machen. Solange ihnen das jedoch so gut gelingt wie auf "Juggernaut Of Justice" darf sich jeder qualitätsbewusste Headbanger freuen.