Schlappe 20 (!) Jahre nach dem letzten Release “Spiritual Warfare” lassen Bewitched pünktlich zu Walpurgis die Hexen wieder gen Blocksberg fliegen und bitten zum orgiastischen Tanze auf den Brocken!
Zu diesem Anlass ist man auch wieder in den Schoß von Osmose Productions zurück gekehrt, bei denen alles begann und sie die Bandklassiker “Diabolical Desecration” (1996) und “Pentagram Prayer” (1997) und nicht zuletzt die kongeniale “Encyclopedia Of Evil” (1996) veröffentlichten. Dass Chef-Hexer Vargher noch in der Lage ist, die Massen in den Bann aus Pech und Schwefel zu ziehen, das durften er und Bewitched auf dem Party.San 2024 höchst eindrucksvoll unter Beweis stellen.
“Diabolical Death Mass” schlägt nun also nicht nur im Titel die Brücke zum Debut bzw. der frühen Phase von Bewitched. Dabei waren “At The Gates Of Hell” (1999), “The Rise Of The Antichrist” (2002) oder das bereits erwähnte “Spiritual Warfare” alles andere als schlechte Alben, auch wenn Vargher & Co. nach der Jahrtausendwende auch etwas an Frische und Energie eingebüßt hatten. Zwar wird die Intensität und die jugendliche Leichtigkeit der ersten beiden Alben nicht mehr erreicht, “Diabolical Death Mass” knüpft aber zweifelsohne daran an.
Wer Bewitched vor zwei Jahren auf dem Party.San erlebt hat, der weiß, wie angepisst und eindringlich das Quartett auf dem neuen Album zu Werke geht. “Diabolical Death Mass” ist eine zeitlose Messe aus Speed-, Thrash- und Heavy Metal mit einem bitterbösen Schwarzmetall-Unterbau und einer gefährlichen Rock ´N´ Roll-Attitüde. Auch wenn sich im Songwriting die eine oder andere Länge eingeschlichen hat, durch die die elf Tracks mitunter ähnlich klingen, so wird “Diabolical Death Mass” keinen Fan der Band enttäuschen.
Darüber hinaus dürfte es 2026 kaum einen besseren Soundtrack geben, um seine Seele an den Leibhaftigen zu verpfänden – also “Come To The Sabbath!” und willkommen zurück, Bewitched!