Das Rotzrock Genre bietet eigentlich genügend Angriffspunkte für miesepetrige Kritiker: Es gibt unzählige Bands die sich oftmals sogar ähnlich wenn nicht gar gleich anhören. Innovationen gab es wohl das letzte Mal 1979 auf "Highway To Hell".
Und trotzdem: Ich liebe alle diese Bands und mit ihnen auch Dustsucker. Statt des nach Benzin und Whisky riechenden Gemischs auf "Diablo Domination" könnte man genau so gut die Backyard Babies, New American Shame, Nashville Pussy oder Skew Siskin in den Player werfen. Dann aber würden einem ein ganzer Reigen Hits durch die Lappen gehen, wie sie Dustsucker auf der vorliegenden Scheibe gleich im Dutzend fabriziert haben (ergo: die Scheibe enthält 12 Songs). Simple Mucke zwar, die aber auf den Punkt gespielt wird. Jedes Riff, jede Melodie sitzt und zündet sofort. Sänger Max Count Farmer (yeah - so und nicht anders heißen Rock'n'Roll Frontsäue!) hat mächtig Eier und passt ganz hervorragend ins Gesamtbild. Wer bei "Diablo Domination" die Füße still halten kann, hat mit Sicherheit keinen Funken Rock'n'Roll im Blut und wird mit Dieter Bohlen nicht unter drei Folgen bestraft!