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Fili Bibiano’s Fortress – Death Is Your Master

VÖ: 30. Januar 2026  •   Label  High Roller Records, High Roller
FILI BIBIANO’S FORTRESS klingt irgendwie nach Konkurrenz für Giovannis Eisladen auf dem Marktplatz von Rocky Beach, ist aber tatsächlich der aufgepimpte Name der 2016 in Kalifornien gegründeten FORTRESS, die 2021 mit „Don’t Spare The Wicked“ ein formidables Debüt vorgelegt hatten.

Tatsächlich konnte die Band mit „Don’t Spare The Wicked“ all die Jahre einen Stammplatz auf meinem iPod verteidigen, so dass ich entsprechend erfreut war, als das Zweitwerk bei mir eintrudelte. Der Grund, weshalb die Rezension von „Death Is Your Master“ erst jetzt erscheint, ist ebenso einfach wie irrational: Das Album hat nicht sofort bei mir gezündet und es musste erst der richtige Zeitpunkt für diese Art von Musik kommen. Während von der Besetzung des letzten Albums zwar ausschließlich Bandkopf Fili Bibiano übrig geblieben ist, ist sich die zum Trio geschrumpfte Band stilistisch absolut treu geblieben. Vor allem der neue Frontmann Juan Aguila liefert einen fantastischen Job ab und rangiert stimmlich zwischen Rob Halford (B.Y.O.D.), Harry Conklin (TITAN FORCE; JAG PANZER) und HEAVENS GATEs Thomas Rettke. An letzteren fühlt man sich vor allem beim bockstarken Opener „Flesh And Dagger“ sowie „Savage Sword“ erinnert, da diese Songs auch vom Arrangement an die Wolfsburger Power Metal Legende HEAVENS GATE erinnern. In „Fugitive“ geht es ruhiger zu und im letzten Drittel schiebt die Band sogar eine verträumte Passage ein, die fast in Richtung Gothic Rock geht. Mit „Night City“ gibt es dann einen bodenständigen Metal Song mit AOR-Anleihen. Ex-Shouter Chris Nunez griff für „Blackest Night“ nochmals zum Mikro, so dass die Fans den Unterschied zu Aguila, der deutlich aggressiver zu Werke geht, direkt hören können.
Bandkopf Bibiano bedient neben den Synths und dem Bass auch die Gitarre und sieht seinen neo-klassizistischen Stil als ein Alleinstellungsmerkmal der Band. Ich muss allerdings sagen, dass dieser für meinen Geschmack erst in „Maze“ wirklich merklich zum Ausdruck kommt. Passt aber gut ins Gesamtbild der Band.
Mit „Flesh And Dagger“, „Savage Sword”, dem rockigeren „Night City“ und dem neo-klassisch angehauchten „Maze“ haben FILI BIBIANO’S FORTRESS, die sich durch die Namenserweiterung von der Vielzahl gleichnamiger Bands abheben wollen, eine ganze Reihe hörenswerter Songs an Bord des mit knapp 35 Minuten nicht gerade überlangen Albums. Der Rest fügt sich gut ein, so dass „Death Is Your Master“ ein rundherum stimmiges Album geworden ist. Noch gibt es verschiedene Versionen bei High Roller im Shop – ich habe mir mein Vinyl bereits geordert. Und ihr?
Fili Bibiano's FORTRESS - "Fugitive" (LYRIC VIDEO | HIGH ROLLER RECORDS)
 
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