
HateSphere - Guillotine
„Handgemachter, Old-School-, echter In-Your-Face-Thrash-Death-Metal, der euch garantiert so lange zum Headbangen bringt, bis euch der Hals bricht.“ So ungefähr beschreiben die Dänen HateSphere ihren Sound selbst.
Und wer die Band kennt, weiß: Das ist keine leere Ansage !!!
Mit „Guillotine“ veröffentlichen HateSphere am 9. Oktober 2026 über Scarlet Records ihr neues Album – und auch diesmal bekommt man ziemlich genau das, was man von den Dänen erwartet: aggressive Riffs, jede Menge Groove und eine gehörige Portion Thrash- und Death-Metal. Nicht zu vergessen das zarte Stimmchen von Sänger Mathias Uldall.
HateSphere sind für mich eine dieser Bands, bei denen man eigentlich nicht viel falsch machen kann. Mit „Guillotine“ machen die Dänen da im Prinzip keine Ausnahme.
Dabei kommt das neue Album laut Band etwas düsterer und atmosphärischer daher als das hochgelobte „Hatred Reborn“ von 2023. Und tatsächlich kann ich nach mehrmaligem Anhören diese Beschreibung ziemlich gut nachvollziehen.
Was mir dabei besonders gefällt: HateSphere bleiben sich treu, ohne einfach nur das eigene Erfolgsrezept wieder aufzuwärmen. Sie entwickeln ihren Sound weiter, ohne dabei plötzlich etwas sein zu wollen, was sie nicht sind. Und genau das erwarte ich von einer Band, die schon so lange im Geschäft ist. Weiterentwicklung: unbedingt. Sich selbst komplett neu erfinden: bitte nicht. Ging bei anderen Bands auch schon mal schief.
Bei HateSphere funktioniert diese Balance für mich im Übrigen aber verdammt gut.
Ich werde jetzt bewusst nicht jeden einzelnen Song auseinandernehmen. Stattdessen habe ich mir vier Tracks herausgepickt, die bei mir besonders hängen geblieben sind: „Dogma“, „Guillotine“, „Mouth Filled With Barbed Wire“ und „Heresy“.
Den Anfang macht „Dogma“ – und damit gleichzeitig mein persönliches Highlight des Albums. Die zweite Single hat mich tatsächlich schon nach wenigen Sekunden gepackt. Hier treffen Thrash-, Death- und Groove-Metal ziemlich genau so aufeinander, wie ich es mag. Dazu kommen präzise Tempowechsel und eingängige Melodien. Das Teil drückt!!!
Auch der Titeltrack „Guillotine“, der bereits als erste Single veröffentlicht wurde, funktioniert bei mir hervorragend. Nur kommt er im Gegensatz zu „Dogma“ etwas schleppender daher. Der Song bringt aber trotzdem diese typische HateSphere-Energie direkt auf den Punkt, wie man es auch von den letzten Alben kennt. Ein dreckiger, düsterer Thrash/Death-Stampfer, der genau das macht, was ein Titeltrack meiner Meinung nach machen sollte: Bock auf das gesamte Album.
Mit „Mouth Filled With Barbed Wire“ folgt die dritte Vorab-Single und damit ein weiterer Song, der bei mir sofort hängen geblieben ist. Der Track hat auf mich noch einmal eine ganz eigene Wirkung und gehört definitiv zu den Songs, bei denen ich automatisch etwas genauer hinhöre. Eine sehr abwechslungsreiche Nummer. Auf jeden Fall ist „Mouth Filled With Barbed Wire“ ein weiterer Track, der ordentlich Werbung für das Album macht und echt gut nach vorne geht.
Somit komme ich zu guter Letzt zu Nummer vier „Heresy“.
Als letzter Song des Albums hinterlässt er bei mir einen ziemlich starken Eindruck. Gefällt mir echt gut und ist vielleicht nach „Dogma“ die für mich zweitstärkste Nummer auf dem Album. „Heresy“ ist kein Song, der nach einmaligem Hören verpufft – im Gegenteil. Auch nach mehreren Durchläufen macht der Track noch richtig Spaß und rundet das Album für mich echt gelungen ab.
Unterm Strich ist „Guillotine“ für mich wieder ein solides HateSphere-Album geworden.
Die Dänen liefern genau das ab, wofür man sie kennt: kompromisslosen Thrash/Death Metal.
Und doch hat das Album hier und da auch seine kleinen Schwachstellen. Nicht jeder Song konnte mich auf Anhieb sofort überzeugen. In meinen persönlichen Top-Ten-Jahrespoll wird es „Guillotine“ trotz starker Songs aber wohl eher nicht schaffen. Dafür hat die Konkurrenz in den anderen Genres für mich persönlich zu stark abgeliefert. In Sachen Thrash/Death dürfte das Album bei seinen Fans trotzdem am Ende des Jahres wohl vorne mitspielen.
Natürlich werden die Dänen mit „Guillotine“ auch bei mir, als alter Thrash Hase noch einige Runden auf meinem Plattenteller drehen dürfen.
Anspieltipps: „Dogma“, „Guillotine“, „Mouth Filled With Barbed Wire“ und „Heresy“.
