Völlig unverständlich ist mir die Begeisterung, die der lauwarme Sangesbruder Ville Valo bei den Hörern des weiblichen Geschlechts hervorruft und selbst in der Twilight Redaktion sorgte das Debut Greatest Lovesongs Vol 666 seinerzeit für großen Aufruhr, als das Album durch e
inen unerklärlichen Zahlendreher (seit dem spricht man auch dem Kollegen Stoffregen die Hand Gottes zu) plötzlich die Nummer 1 in den Redaktionscharts wurde. Während mir dann auf Razorblade Romance das Gejaule von Möchtegernklugscheißer Ville ordentlich auf die Nerven ging, scheint er seine Stimmbänder auf Love Metal erfreulicher Weise wieder besser unter Kontrolle zu haben, so dass die Erinnerungen an den unerträglichen Chris Isaak (oder wie der Clown heißt) nur selten durchscheinen. Während die ersten beiden Songs okay sind, wird es dann immer besser und der Refrain von Beyond Redemption kann völlig überzeugen, doch erst nach dem (teils) schnellere Soul On Fire ist dann der erste große Hammer angesagt: The Sacrament. Für mich stellt diese Scheibe musikalisch einen Schritt in die richtige Richtung dar, doch das Image und Gehabe der Band finde ich nach wie vor zum Brechen.