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Horrifier - Revelations Of Gore

VÖ: 07. August 2026  •   Label  Personal Records

Horrifier - Revelations Of Gore

Für manchen mögen HORRIFIER furchteinflößend sein, für mich sind sie Hörgenuss.

Bandname und Albumtitel passen gut zum Sound, und wer sich am musikalischen Schrecken ergötzen kann, sollte die Norweger weit oben auf dem Zettel haben. ´Revelations Of Gore´ ist das zweite Album, das stilistisch an das gelungene Debüt anknüpft.

Die Scheibe startet mit einem Intro, das in die morbide Grundstimmung einführt, ehe die Axt kreist. HORRIFIER beweisen gleich im Opener, dass sie Schrecken auf unterschiedliche Weisen verbreiten können. Das geht von doomig schleppenden Parts bis zu Geschwindigkeitsausbrüchen. Die Atmosphäre bleibt immer düster und bedrohlich. Hinzu kommen einfach gute, eher untypische Ideen wie das herrlich tief knarzende Cello bei ‚Human Butchery‘. Dadurch, dass HORRIFIER auch immer mal wieder in triolische Rhythmen wechseln bekommt der Groove willkommene Abwechslungen.

Ein Grund dafür, dass die Platte so intensiv wirkt, liegt an der perfekt passenden Produktion. Die ist herrlich raubeinig, ohne stumpf zu rumpeln. Der von unten gurgelnde Bass ist immer gut zu hören und die Vocals haben das richtige Maß an Hall, da wird mir oft übertrieben. Und die nicht (oder sehr gut?) getriggerte Doublebass klingt, wie eine Doublebass und ist nicht zu weit im Vordergrund gemischt. Auch wenn er nicht so episch wie MANOWARs ´The Warriors Prayer´ ist, hätte der Sample bei ´Rejoice, Children of the Flesh´ etwas kürzer gehalten werden können. Das ist neben dem mich nicht ganz so überzeugenden Cover aber auch das einzige, was ich an dieser Blutschau rumzumäkeln habe. Und visuell punkten die Jungs mit einem echt coolen Logo.

Das liest sich jetzt vielleicht alles etwas unspektakulär, weil die Norweger sich im Grunde der klassischen Zutaten bedienen. Das ist es mitnichten, für mich ist ´Revelations Of Gore´ das bisher beste Death Metal Album in 2026.
Horrifier - Compelled To Slaughter