
Temple Of Dread - Dreadspawn Dominion
Diese absolute Hörenswürdigkeit der Insel Spiekeroog bleibt den meisten Besuchern wohl auch im Sommer 2027 verborgen.
Dabei legt das Veröffentlichungsdatum eine Releaseshow an der Strandpromenade nahe – die Mucke zum Glück nicht. Da würde Uschi wohl der Aperol Spritz aus der Hand fallen und Karl Heinz sein Bier exen, um Land zu gewinnen. Denn die Nordlichter liefern auf dem mittlerweile sechsten Album Death Metal der traditionellen Art. Das macht die Sause zum Release auf dem Party-San wesentlich mehr Sinn.
Die leichten Black Metal Anleihen, die auf ´Beyond Acheron´ zu hören waren, wurden endgültig in der Nordsee versenkt und werden von den Gezeiten zurück nach Norwegen gespült. Lediglich beim ´Death March´ lurgen DISSECTION noch etwas aus der Wasseroberfläche, aber die kamen ja auch aus Schweden. Die Basis bietet Old School Death Metal, der mich öfter an ´Leprosy´ und ´Spiritual Healing´ erinnert. Das liegt sicherlich auch daran, dass Jörg die Songs oft mit einfachen Patterns nach vorne treibt. Keine Ahnung, ob das ein bewusster Tribut an Bill Andrews ist. Einfach ist keinesfalls mit stumpf zu verwechseln, songdienlich ist da das Stichwort und bei den Fills zeigt der Fellgerber, was er drauf hat. Gut, dass er es nicht nötig hat, das permanent zu machen. Die eher kehligen Vocals von Jens überzeugen weiterhin und haben einen hohen Wiedererkennungswert. Dass TEMPLE OF DREAD immer mehr zu ihrem eigenen Sound finden, liegt vor allem an der Gitarrenarbeit von Bandkopf Markus, der einfach ein Händchen für die richtigen dissonanten Töne hat. Diese sorgen für den gelungenen Kontrast zu den treibenden Riffs. ´Born to Rot´ zeigt exemplarisch, dass die Band in unterschiedlichsten Tempi Druck machen kann. Hinzu kommt, dass die Band einem klassischen Songaufbau folgt und ein Händchen für Refrains hat, die schnell hängenbleiben. Trotz dieser Eingängigkeit rauscht das Album aber nicht oberflächlich vorbei.
´Dreadspawn Dominion´ ist einmal mehr ein starkes Album der Band. Allein die Passagen, wie bei ´Scorched by Cosmic Fire´ und zum Ende des Albums, in denen der Kollege vom Cover seine knochigen Flügel ausbreitet und es epischer und erhabener zur Sache geht, brauche ich nicht. Da hätte ich es lieber, er wäre mit den Füßen im schlickigen Watt geblieben. Das aber ist wohl meiner allgemeinen Pathosabneigung geschuldet, und diese Passagen bleiben ja in der absoluten Minderheit.
TEMPLE OF DREAD haben im Line Up aufgerüstet und sind nun dauerhaft mit zwei Gitarren unterwegs. So steht ebenso druckvollen Liveshows nichts mehr im Wege – wären da nicht die Gezeiten.
Dabei legt das Veröffentlichungsdatum eine Releaseshow an der Strandpromenade nahe – die Mucke zum Glück nicht. Da würde Uschi wohl der Aperol Spritz aus der Hand fallen und Karl Heinz sein Bier exen, um Land zu gewinnen. Denn die Nordlichter liefern auf dem mittlerweile sechsten Album Death Metal der traditionellen Art. Das macht die Sause zum Release auf dem Party-San wesentlich mehr Sinn.
Die leichten Black Metal Anleihen, die auf ´Beyond Acheron´ zu hören waren, wurden endgültig in der Nordsee versenkt und werden von den Gezeiten zurück nach Norwegen gespült. Lediglich beim ´Death March´ lurgen DISSECTION noch etwas aus der Wasseroberfläche, aber die kamen ja auch aus Schweden. Die Basis bietet Old School Death Metal, der mich öfter an ´Leprosy´ und ´Spiritual Healing´ erinnert. Das liegt sicherlich auch daran, dass Jörg die Songs oft mit einfachen Patterns nach vorne treibt. Keine Ahnung, ob das ein bewusster Tribut an Bill Andrews ist. Einfach ist keinesfalls mit stumpf zu verwechseln, songdienlich ist da das Stichwort und bei den Fills zeigt der Fellgerber, was er drauf hat. Gut, dass er es nicht nötig hat, das permanent zu machen. Die eher kehligen Vocals von Jens überzeugen weiterhin und haben einen hohen Wiedererkennungswert. Dass TEMPLE OF DREAD immer mehr zu ihrem eigenen Sound finden, liegt vor allem an der Gitarrenarbeit von Bandkopf Markus, der einfach ein Händchen für die richtigen dissonanten Töne hat. Diese sorgen für den gelungenen Kontrast zu den treibenden Riffs. ´Born to Rot´ zeigt exemplarisch, dass die Band in unterschiedlichsten Tempi Druck machen kann. Hinzu kommt, dass die Band einem klassischen Songaufbau folgt und ein Händchen für Refrains hat, die schnell hängenbleiben. Trotz dieser Eingängigkeit rauscht das Album aber nicht oberflächlich vorbei.
´Dreadspawn Dominion´ ist einmal mehr ein starkes Album der Band. Allein die Passagen, wie bei ´Scorched by Cosmic Fire´ und zum Ende des Albums, in denen der Kollege vom Cover seine knochigen Flügel ausbreitet und es epischer und erhabener zur Sache geht, brauche ich nicht. Da hätte ich es lieber, er wäre mit den Füßen im schlickigen Watt geblieben. Das aber ist wohl meiner allgemeinen Pathosabneigung geschuldet, und diese Passagen bleiben ja in der absoluten Minderheit.
TEMPLE OF DREAD haben im Line Up aufgerüstet und sind nun dauerhaft mit zwei Gitarren unterwegs. So steht ebenso druckvollen Liveshows nichts mehr im Wege – wären da nicht die Gezeiten.
