Joe Bonamassa ist wahrscheinlich unstrittig der bekannteste gegenwärtige Bluesmusiker. 1977 im Bundesstaat New York, USA, geboren, führte in seinem Fall das väterliche Gitarrengeschäft zu einer nachhaltigen Prägung und auch Förderung. Im Alter von 12 Jahren eröffnete Joe Bonamassa bereits Konzerte für B.B. King. 1925 geboren, hätte B. B. King seinen 100. Geburtstag feiern können. Weil sonst keiner von den üblichen Verdächtigen einen Finger krumm machte, um B.B. King zu würdigen, entschloss sich Joe Bonamassa selbst die Ärmel hoch zu krempeln.
Und so beschlossen Anfang 2025 Joe Bonamassa und sein Co-Produzent (und zugleich auch bekannter Gitarrist) Josh Smith B.B. King mit einem Album Tribut zu zollen. Kern des Albums ist das Stück The Thrill Is Gone, was von Eric Clapton und Chaka Khan interpretiert wird. Darüber hinaus konnten ca. 50 weitere Musiker gefunden werden, die B. B. King Lieder, die für sie eine Bedeutung haben, interpretieren, dabei den Geist B. B. Kings nicht außer Acht lassen. Auch wenn B. B. King was die Anzahl eigenen Nachwuchses angeht, sehr produktiv war, so hat er als Gitarrist den Ruf, mit einem einzigen Ton mehr Gefühl zu transportieren als die Gitarristen, die in der gleichen Zeit eine Kaskade 64tel heruntershreddern. Auch spielte Geld für die Produktion dieses Tribute-Albums keine Rolle und es kamen echte Bläser und Streicher zum Einsatz. Und diese "Analogie", dieses Handgemachte hört man in jedem Stück. Erwähnenswert ist auch, dass zwar überwiegend Bluesmusiker (Oder ist -legenden der treffendere Titel?) eingeladen wurden, jüngere Semester wie Larkin Poe oder Chris Buck, Susan Tedeschi und Derek Trucks, auch Bonamassa oder Josh Smith, oder schon welche gesetzteren Alters wie Clapton, Robben Ford, Keb' Mo', Marcus King, Jimmie Vaughan (Bruder des verstorbenen und legendären Stevie Ray Vaughan), Warren Haynes, Eric Gales, aber auch "Genrefremde" wie George Benson als Jazzer und Chaka Khan als Funksängerin, Und dazu sind auf der der Gästeliste auch Hardrocker Slash und Myles Kennedy - wobei Slash 2024 das Bluesalbum Orgy Of The Damned mit Freunden veröffentlichte.
Diese über zwei Stunden Musik sind kurzweilig und abwechselungsreich. Bei keinem der Stücke kommt ein Fremdkörpergefühl herauf. Dass Joe Bonamassa dabei Playing With My Friends für sich als Interpretation auswählte, ist wirklich konsequent.
Das Label Bonamassas läuft unter dem Akronym KTBA. Keeping The Blues Alive. Der Erlös aus dieser Produktion ist für die Keeping The Blues Alive Foundation vorgesehen, die B. B. Kings Vermächtnis durch Bildung, Bewahrung und direkte Unterstützung von Musikern weiterführt. Und damit unterstreicht Joe Bonamassa, wie sehr B. B. King ihn als väterlicher Mentor auf dem eigenen musikalischen Werdegang prägte mit Werten wie Verantwortung, Großzügigkeit und Fürsorge.
Fazit: Joe Bonamassa verneigt sich mit seinen Kolleginnen und Kollegen in absolut würdiger Weise musikalisch und karrikativ vor B. B. King. Denn bei allen Liedern entwickelt sich im Kopf das Bild, dass B. B. King persönlich mit den Musikern im Studio ist, auf einem Stuhl sitzt, Anzug und Fliege trägt, auf dem Schoß seine Gibson ES-335 Lucille, mit geschlossenen Augen die Finger über das Griffbrett gleiten lässt und hier und da sein berühmtes Fingervibrato ausführt und dabei lächelt. Ganz hervorragend.
Diese über zwei Stunden Musik sind kurzweilig und abwechselungsreich. Bei keinem der Stücke kommt ein Fremdkörpergefühl herauf. Dass Joe Bonamassa dabei Playing With My Friends für sich als Interpretation auswählte, ist wirklich konsequent.
Das Label Bonamassas läuft unter dem Akronym KTBA. Keeping The Blues Alive. Der Erlös aus dieser Produktion ist für die Keeping The Blues Alive Foundation vorgesehen, die B. B. Kings Vermächtnis durch Bildung, Bewahrung und direkte Unterstützung von Musikern weiterführt. Und damit unterstreicht Joe Bonamassa, wie sehr B. B. King ihn als väterlicher Mentor auf dem eigenen musikalischen Werdegang prägte mit Werten wie Verantwortung, Großzügigkeit und Fürsorge.
Fazit: Joe Bonamassa verneigt sich mit seinen Kolleginnen und Kollegen in absolut würdiger Weise musikalisch und karrikativ vor B. B. King. Denn bei allen Liedern entwickelt sich im Kopf das Bild, dass B. B. King persönlich mit den Musikern im Studio ist, auf einem Stuhl sitzt, Anzug und Fliege trägt, auf dem Schoß seine Gibson ES-335 Lucille, mit geschlossenen Augen die Finger über das Griffbrett gleiten lässt und hier und da sein berühmtes Fingervibrato ausführt und dabei lächelt. Ganz hervorragend.