Finnland ist nicht gerade für Death Metal von der Stange bekannt, und auch Ligation machen da keine Ausnahme.
Das Trio bedient sich landestypischer Trademarks, aber auch eher unüblicher Stilmittel. Bekannt sind ja tiefer gestimmte Gitarren, abgrundtiefe Growls, doomige Passagen und ein gewisser Hang zur Dissonanz. Das erschafft dann die typisch düstere und verstörende Atmosphäre vieler finnischer Death Metal Bands. In Sachen verstörender Sounds gehen LIGATION noch einen Schritt weiter.
Die wilde Fahrt startet eher rockig, die Samples und Geschwindigkeitsausbrüche sind noch genretypisch. Zum Ende des Tracks entgleist der Zug und gibt einen ersten noisigen Vorgeschmack. Auch das folgende ´Turmoil in Everest´ ist zu Beginn und im Chorus noch eingängig. Dann aber kommt erstmal das Saxophon ins Spiel. Das klingt aber nicht wie in ´Garden of Cyrus´ auf dem wohl leider letzten AT THE GATES Album (R.I.P. Tompa). Mir kommen eher PAINKILLER mit Mick Harris und deren irrwitziges Jazz-Grind ´Guts of a Virgin´ Album in den Kopf. So weit gehen die Finnen dann aber nicht. Es gibt weiterhin eingängige Parts, die aber immer wieder von chaotisch noisigen Teilen abgelöst werden. Bei manchen Songs wie ´Eruption´ klingt das dann sehr nach Industrial, was ja beileibe nichts Schlechtes ist. Mit ´Reflection´ bildet ein fast zehn minütiger Monolith den Abschluss. Der Track beginnt getragen und steigert sich geschickt. Es geht fett und doomig zur Sache, die Riffs erinnern an WINTER, da ist nichts mit Funeral Doom Versonnenheit. Auch hier geibt es wieder die noisigen Einschübe, insbesondere durch das Saxophon. Ich habe nie den Eindruck, dass LIGATION lediglich der Krassheit wegen so noisig zu klingen. Länge, Art und Platzierung machen innerhalb der Songs Sinn. Als Bonus gibt es dann noch drei Tracks, die die Band bisher auf zwei Splits herausgebracht hat. Die sind stilistisch sehr ähnlich, haben sie doch maximal knapp drei Jahre auf dem Buckel. Das Hauptriff von ´Earthlings´erreicht fast die Heavyness von CROWBAR und ´Seraphic Gluttony´ beweist, dass auch triolische Songs ganz ohne Schunkelfaktor auskommen können. Hoffentlich bringt einer der in der Nachweihnachtszeit unterbeschäftigten Engel, diese sehr frohe Kunde in das AMON AMARTH Bandlager.
Unterm Strich liefert ´After Gods´ verstörenden Death Doom, der mit jedem Durchlauf dazugewinnt. Das ist weit weg von Easy Listening, wenn ihr dem Album ein bisschen Zeit und Mühe gebt, wird es euch dies reichlich zurückzahlen.
Das Trio bedient sich landestypischer Trademarks, aber auch eher unüblicher Stilmittel. Bekannt sind ja tiefer gestimmte Gitarren, abgrundtiefe Growls, doomige Passagen und ein gewisser Hang zur Dissonanz. Das erschafft dann die typisch düstere und verstörende Atmosphäre vieler finnischer Death Metal Bands. In Sachen verstörender Sounds gehen LIGATION noch einen Schritt weiter.
Die wilde Fahrt startet eher rockig, die Samples und Geschwindigkeitsausbrüche sind noch genretypisch. Zum Ende des Tracks entgleist der Zug und gibt einen ersten noisigen Vorgeschmack. Auch das folgende ´Turmoil in Everest´ ist zu Beginn und im Chorus noch eingängig. Dann aber kommt erstmal das Saxophon ins Spiel. Das klingt aber nicht wie in ´Garden of Cyrus´ auf dem wohl leider letzten AT THE GATES Album (R.I.P. Tompa). Mir kommen eher PAINKILLER mit Mick Harris und deren irrwitziges Jazz-Grind ´Guts of a Virgin´ Album in den Kopf. So weit gehen die Finnen dann aber nicht. Es gibt weiterhin eingängige Parts, die aber immer wieder von chaotisch noisigen Teilen abgelöst werden. Bei manchen Songs wie ´Eruption´ klingt das dann sehr nach Industrial, was ja beileibe nichts Schlechtes ist. Mit ´Reflection´ bildet ein fast zehn minütiger Monolith den Abschluss. Der Track beginnt getragen und steigert sich geschickt. Es geht fett und doomig zur Sache, die Riffs erinnern an WINTER, da ist nichts mit Funeral Doom Versonnenheit. Auch hier geibt es wieder die noisigen Einschübe, insbesondere durch das Saxophon. Ich habe nie den Eindruck, dass LIGATION lediglich der Krassheit wegen so noisig zu klingen. Länge, Art und Platzierung machen innerhalb der Songs Sinn. Als Bonus gibt es dann noch drei Tracks, die die Band bisher auf zwei Splits herausgebracht hat. Die sind stilistisch sehr ähnlich, haben sie doch maximal knapp drei Jahre auf dem Buckel. Das Hauptriff von ´Earthlings´erreicht fast die Heavyness von CROWBAR und ´Seraphic Gluttony´ beweist, dass auch triolische Songs ganz ohne Schunkelfaktor auskommen können. Hoffentlich bringt einer der in der Nachweihnachtszeit unterbeschäftigten Engel, diese sehr frohe Kunde in das AMON AMARTH Bandlager.
Unterm Strich liefert ´After Gods´ verstörenden Death Doom, der mit jedem Durchlauf dazugewinnt. Das ist weit weg von Easy Listening, wenn ihr dem Album ein bisschen Zeit und Mühe gebt, wird es euch dies reichlich zurückzahlen.