"Schatz, ich hol mal eben Zigaretten." Spricht's und ward nimmer gesehen. Wer kennt das nicht. So ähnlich wirkte auch die achtjährige Auszeit von Memory Garden. Glücklicherweise haben die Powerdoomer die Kurve noch mal gekriegt und aus dem schwedischen Wald herausgefunden.
Ich konnte mich nie so wirklich mit der Band anfreunden, auch wenn ich sie nie wirklich schlecht fand - aber vielleicht ist gerade das der Grund, weshalb ich mich bei sinkenden Temperaturen doch zumehmend für diese Mischung aus Pre-Messiah Candlemass und Tad Morose erwärmen kann. Der Fünfer hat 10 unterhaltsame - ja gut, vielleicht nicht geniale - Songs geschrieben, die leicht ins Ohr gehen und durchaus zu gefallen wissen. Schon der Opener besticht durch seine natürliche Art und den guten Refrain. Die Band nervt nicht durch Kaugummi-Doompassagen oder übertriebene Evilness, sondern konzentriert sich auf metallische Songs mit leichtem Doomeinschlag.
Zwar zeigen sich eingefleischte Fans der Kapelle scheinbar etwas enttäuscht, mir gefällt die zeitlose Mischung der Schweden jedoch und gerade für Doom-Einsteiger bietet dieses durchaus kraftvolle Packet einige hörenswerte Songs.