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Ortnit - Von Bern

VÖ: 06. Februar 2026  •   Label  Orko Productions

Ortnit - Von Bern

Nach den Epen um "Sidrat", "Wolfdietrich" und "Die letzte Fahrt" bricht das nach dem Hauptprotagonisten König Ortnit benannte Medieval Dungeon Synth – Projekt von Thomas Helm zu neuen Abenteuern auf.

Erzählt wird dieses Mal die Geschichte von Dietrich, Vogt von Bern, dem Sohn des Königs Dietmar, aufgezogen und ausgebildet vom edlen Meister Hildebrand. Dietrich und Hildebrand zogen einst aus, die Königin Virginal und ihr unterworfenes Reich in Tirol vom wilden Orkis zu befreien.

Es ist der alte Meister, der Orkis schließlich im Kampf erschlägt. Eine Jungfrau pflegt seine Wunden, bis er zu seinem Gefolge zurück kehren kann.

Die frohe Kunde über Orkis´ Tod bleibt im Reich von Königin Virginal nicht unerhört, doch als die Helden zu lange ausbleiben, schickt sie den Zwerg Ibero aus, um dem Heer entgegen zu reiten. Er wird Zeuge, wie Dietrich mit einem Drachen ringt und ihn schließlich erschlägt. Siegestrunken und unbewaffnet reitet er leichtsinnig voran, um als erster am Hofe von Königin Virginal zu sein.

Dabei kommt er vom rechten Weg ab, gelangt stattdessen zur Burg Muters, wo er vom Riesen Wickram gefangen genommen wird, der den Herzog Nitger unterworfen hat. Dessen Schwester Ibelin ist es, die Dietrich hilft, Nachricht an den Hof von Königin Virginal zu senden. Die Kunde von Dietrichs Gefangenschaft mobilisiert ein Gefolge von Nah und Fern, so dass ein beeindruckendes Heer gegen Muters in die Schlacht zieht, die von zwölf Riesen um Wickram bewacht wird.

Im Zuge der epischen Schlacht gibt Herzog Nitger Dietrich auf Bitten von Ibelin frei, damit dieser Vergeltung an Wickram üben kann.

“Von Bern” markiert Thomas Helms bisher wohl ambitioniertestes und auslandenstes Werk unter dem Banner von Ortnit, welches gleichzeitig das längste ist. Marcel Dreckmann macht abermals eine sehr gute Figur als Erzähler. Allerdings hat die Geschichte selbst sehr viele Brüche und und es ist äußerst schwierig, dem Erzählstrang zu folgen.

Hier hätte dem Album eine Textversion der Sage im Booklet oder als Beileger wirklich gut getan und die zwölf Kapitel “Von Bern” sehr viel runder und nachvollziehbarer gemacht. Hier kann man allerdings alterntiv auf die Bandcamp-Seite von Ortnit zurück greifen. Musikalisch wird hier allerdings niemand enttäuscht, der von “Ortnit”, “Sidrat”, “Wolfdietrich” und/oder “Die letzte Fahrt” begeistert war. Dungeon Synth als Inszenierung für mittelalterliche Heldensagen.

Visuell hat auch Benjamin König einmal mehr ganze Arbeit geleistet und “Von Bern” ein stimmiges Artwork verpasst, das wiederum ganz in der Tradition der Vorgängerwerke steht.

Ortnit - Von Bern