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Prince Of Failure - Prince Of Failure

VÖ: 19. Juni 2026  •   Label  Kscope/Edel

Prince Of Failure - Prince Of Failure

Sehr kurzfristig vor VÖ landete eine Email von einer Promoagentur in der InBox der Mailkontos. Prince Of Failure? Okay, Kscope. Uih, Daniel Tompkins, der Sänger von TesseracT ist beteiligt. Bis zum VÖ wird das nichts mit der Besprechung. My Failure. Beruflich zu viel zu tun. Aber die lange Heimfahrt ermöglicht ausreichend Durchläufe. Da auch noch zu Hause ein Schwerpunktauftrag wartete - ein schönes Ereignis immerhin - erscheint das Review mit kleiner Verzögerung.
Das Album ist über einen langen Zeitraum entstanden als gemeinsames Werk Daniel Tompkins und Paul Ortiz, Co-Autor und Einspieler aller Instrumente, dazu für die Arrangements verantwortlich zeichnend. Das Album, so heißt es im Begleittext, skizziere einen langen inneren Prozess. Einen einzelnes Inspirationsmoment habe es nicht gegeben. Die Lieder beinhalten die Auseinandersetzung mit Neurodivergenz, Maskierung und die psychische Belastung, die ein Leben jenseits der Erwartungen einfordert. Dies präge, so der Promotext, die Erzählung als auch den Sound des Albums. Mit Krystin Hope gibt es darüberhinaus bei einem Track eine Duettpartnerin. Wie klingt das Werk? Wie TesseracT? Oder wie das Solowerk Ruins? Es ist unstrittig Progressive Metal mit Downtuning bzw. extended Range Gitarren. Es fällt auf, dass es weniger vertrackt ist als TesseracT, sehr eingängig und sphärisch, da helfen die ganzen Noten. Es ist dicht, jedoch nicht überladen. Alles ist wohldosiert. Es hat zerstörerische Härte und große Zerbrechlichkeit (vgl. Bridge von Jaded Mantra). 

Fazit: Viel zu schreiben muss man nicht zu Prince Of Failure. Fans von Daniel Tompkins kommen nicht drumherum, TesseracT-Fans auch nicht. Und wer modernen Progmetal mag, ist mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn nicht schnell Gefallen am Werk Tompkins' und Ortiz' gefunden wird.  
Prince Of Failure - Horizon [Feat. Krystin Hope]