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Rollerball - Submarine

VÖ: 20. Februar 2026   •   Label  Ripple Music

ROLLERBALL – „Submarines“: Alte Wellen, neues Vinyl

Eine Reise durch die tiefen, bluesgetränkten Strömungen des australischen Stoner Rock – ROLLERBALL lassen die Tracks von 2009 in einem Vinyl-Reissue wieder aufleben und laden dazu ein, erneut durch ihre groovige Tracks zu gleiten.

1998 an der Gold Coast gegründet, veröffentlichten ROLLERBALL in ihrem ersten Jahrzehnt vier Alben. Mit Submarines erschien 2009 der letzte Longplayer vor einer längeren Pause und zeigt die Band in einer Phase, in der sie bewusst auf Eigenproduktion setzte. Das Ergebnis ist ein roher, reduzierter Sound, der den 70er-Jahre-Heavy- und Blues-Rock direkt auf den Hörer loslässt – prägnanter Bass, treibende Drums und Roadtrip-Feeling inklusive.

Gitarrist Dave Talon erklärt uns den Grund für ein Reissue des Albums: "Es wurde ursprünglich zu einer Zeit veröffentlicht, als die Band bei den australischen Radiosendern in Ungnade gefallen war. Das Radio spielte zu dieser Zeit noch eine entscheidende Rolle für den Erfolg eines Acts, sodass das Album nicht die Aufmerksamkeit erhielt, die es unserer Meinung nach verdient hätte."

Also widmen wir der Platte diese Aufmerksamkeit und schauen, was die Platte damals wie heute zu bieten hat. „Submarine“ – namensgebender Track des Albums – groovt bereits souverän, während „Seasoar“ richtig Fahrt aufnimmt. Der Gesang von Matt "Tenpin" Boland erinnert an Kyuss-Sänger John Garcia. In manchen Songs mischt sich ein Hauch Eddie Vedder oder Myles Kennedy dazu - eine spannende Mischung, die schonmal gefällt. Gitarre und Rhythmusgruppe laden durchweg zum Kopfnicken und Mitgehen ein. „Youth Bailed (Back to Hell)“ punktet zudem mit leichtem Rolling-Stones-Charme und markantem Solo-Sound, während „Your Lullaby“ wiederum mit einem dezenten Folk-Einschlag überrascht. Tracks wie „Run Aground“ sorgen erneut für abruptes Gasgeben – kurze, treibende Riffs, die ordentlich Druck erzeugen. Das psychedelische Zwischenstück „The Devil’s Reprise“ ist zwar atmosphärisch, trägt aber nur punktuell zum Gesamtdruck bei. Den Abschluss bildet „Never a Rodeo“ mit einem 16-minütigen Jam: ruhige Gesangspassagen wechseln mit rockigen Riffs und treibendem Bass, ohne dass die Länge langweilt.

Insgesamt steuert Submarines auch heute noch souverän durch die Stoner-Rock-Wellen, bleibt in der Dynamik aber größtenteils vorhersehbar. Viele Tracks folgen klassischen Genre-Mustern und heben sich nicht von der Konkurrenz ab. Trotzdem punktet das Album durch seine Authentizität und einen ordentlichen Gitarrensound, der den aufgerissenen Röhrenamp ins Wohnzimmer holt.

Wer Lust auf eine energiegeladene Tour durch Blues- und Heavy-Rock-Riffs hat, wird bei Submarines fündig. Das Reissue von ROLLERBALL bringt die 2009er-Aufnahme in neuem Glanz auf die Plattenteller und liefert Unterhaltung, überrascht dabei aus heutiger Sicht aber nur selten.

 
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